Automobilwirtschaft

Bremen als Automotive-Standort gestärkt

 

Bremen zum Zentrum für neue Technologie entwickeln

Für den Automobilstandort Bremen gab es Ende Oktober gleich zwei Mal gute Nachrichten. Erst verkündete die Borgward Group ihre Rückkehr nach Bremen. Tags drauf teilte Daimler-Chef Dieter Zetsche mit, dass die Generation EQ am Bremer Standort gebaut werden soll. „Das sind hervorragende Neuigkeiten für Bremen”, sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Andreas Kottisch, „und es ist die Chance auf eine führende Rolle im Bereich Elektromobilität.”

 

Nicht einmal 24 Stunden lagen Ende Oktober zwischen den beiden zukunftsweisenden Nachrichten für Bremen. Borgward, eine Automarke mit der viele Bremerinnen und Bremer bis heute emotional verbunden sind, kehrt ins Bundesland Bremen zurück und errichtet einen Produktions- standort. Entstehen sollen hier SUV-Modelle mit Elektroantrieb. Und dann verkündete Daimler-Chef Dieter Zetsche, dass die „Generation EQ” im Mercedes-Benz-Werk Bremen entstehen soll. Auch hier handelt es sich um einen SUV. 

„Beide Nachrichten für sich genommen sind schon Erfolgsmeldungen für den Wirtschaftsstandort Bremen und ein großer Grund zur Freude”, sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Andreas Kottisch. So erscheine nicht nur die Zukunft des Mercedes-Benz-Werkes gesichert, es entstünden auch neue Arbeitsplätze im Automobil-Sektor.
„Vor allem aber macht es Bremen zu einem zentralen Standort für den Bereich Elektromobilität”, betont der Sozialdemokrat, „diese Technik wird für die Zukunft der Autos eine entscheidende Rolle spielen – und Bremen wird hier vorne mit dabei sein.”

Bremen müsse, so betont Kottisch, weiterhin optimale Voraussetzungen für diesen Sektor schaffen. „Der Bereich Automotive mit seinen Produktionsstätten und zahlreichen Zulieferbetrieben ist von ganz entscheidender Bedeutung für Bremen als Wirtschaftsstandort. Die nun gefällten Entscheidungen lassen hoffen, dass dies so bleiben wird. Und wir müssen dies unterstützen.”

Wichtig sei dabei etwa der Beschluss gewesen, das Gewerbegebiet Hansalinie zu erweitern. Dort, so Kottisch, siedelten sich auch und gerade Zuliefererfirmen für die Automobilindustrie an. Als weiteren Schritt hat die SPD-Fraktion nun einen Antrag beschlossen, der den Senat dazu auffordert, sich beim Bundesverkehrsministerium für die Einrichtung einer Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren in Bremen zu bewerben. „Dieser Bereich”, erklärt Kottisch, „ist neben der Elektromobilität das zweite große Zukunftsfeld im Automotive-Bereich, und oft gehen die Entwicklungen Hand in Hand. Wir sollten
daher die Voraussetzungen dafür schaffen, dass zentrale Entwicklungen in diesem Bereich, idealerweise auch unter Einbindung der in Bremen hervorragenden IT-Branche, hier stattfinden können.”