Initiative

Ein echter Gewinn für die Überseestadt

 

Auf zu neuen Ufern – „Zucker“-Zentrum zeitnah ermöglichen


Bereits seit 2012 sucht der Verein Zucker e.V. – ein Netzwerk aus Künstler/-innen, Musiker/-innen und Kulturschaffenden – einen Raum für ein soziokulturelles Zentrum in Bremen. Ziel des Vereins ist es, der kreativen und kulturschaffenden Bremer Subkultur einen angemessenen Raum in zentraler Lage zu bieten.

Nachdem im Auftrag des Senats mit Unterstützung der WfB zahlreiche Immobilien auf ihre Tauglichkeit für das geplante Zentrum untersucht wurden, konnte 2016  mit dem Hochbunker F 97 an der Hans-Böckler-Straße ein geeigneter Ort für Clubraum, Werkstätten und Ateliers ausgemacht werden. Der Verein hat die finanziellen Voraussetzungen zur Modernisierung und zum Umbau des Gebäudes nach eigenem Bekunden bereits geschaffen: Auf ca. 1.000 Quadratmetern soll ein Kulturzentrum inklusive Clubbetrieb für unterschiedliche Nutzungen entstehen, in dem dann bis zu 400 Gäste untergebracht werden können.

Die Bremische Bürgerschaft hat das Projekt von Beginn an mit Sympathie begleitet. Zudem hat sich neben Senat zuletzt auch der Beirat Walle hinter die geplante Umnutzung des Bunkers gestellt. Ausdrücklich begrüßt wird dabei, dass das Konzept für die zukünftige Bunker-Nutzung auch eine Dauerausstellung vorsieht, die an die Geschichte des Gebäudes erinnert.

Trotz der vielfältigen politischen und auch privaten Unterstützung – zuletzt im Rahmen eines Crowdfunding-Projekts, an dem sich mehr als 1.000 Bremerinnen und Bremer beteiligt haben – besteht weiterhin Unklarheit, zu welchem Zeitpunkt und auf welche Art der Bunker an den Verein vergeben bzw. verkauft werden kann.

„Warme Worte allein reichen jetzt nicht: Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden”, forderte Anfang April 2017 der baupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen Pohlmann. Konkret gehe es darum, nun die bau- und vergaberechtlichen Regelungen auf den Weg zu bringen – und dabei auch das Gespräch mit den Anliegern des Bunkers zu suchen, um Vorbehalte gegen die Umnutzung des Bunkers auszuräumen, so Pohlmann.

Um dem Zucker eine Fortführung seiner Arbeit bis dahin zu ermöglichen, solle zudem nach Zwischennutzungsmöglichkeiten für den Verein gesucht werden. „Ich bin mir sicher: Letztlich wird das Zucker mit seinem kulturellen Angebot ein echter Gewinn für die Überseestadt”, sagte Pohlmann.