Kinder und Bildung

Wachsende Stadt –
Starke Herausforderungen

 

Mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Qualität

Für uns steht fest: Um für die nächsten Jahre eine gute Politik zu ermöglichen, muss stärker als bisher in Kinder und Bildung investiert werden! Der Kita- und Schulbau muss mit vereinten Kräften der beteiligten Ressorts und allerhöchster Priorität weiter vorangetrieben werden! Dabei soll überall im Bundesland eine gute, ausreichende Standardversorgung mit Kinderbetreuungsplätzen ermöglicht werden. Alle darüber hinausgehenden Anstrengungen konzentrieren wir klar auf die Quartiere und Einrichtungen mit den schlechtesten Sozialindikatoren.


Wir haben uns 2009 mit der Schulreform auf einen richtigen Weg zu einem gerechteren Bildungssystem gemacht. Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen stark verändert: Die durch eine steigende Geburtenrate und verstärkte Zuwanderung immens steigende Anzahl an Kindern allgemein und der Zuwachs an Schülerinnen und Schülern mit Sprachförderbedarf im besonderen sind Herausforderungen, mit denen wir in dieser Dimension zum damaligen Zeitpunkt nicht rechnen konnten.

Auch wenn zwischen 2007 und 2017 die Zahl der Plätze in der Kinderbetreuung um 37 Prozent  gesteigert wurden und inzwischen mehr als die Hälfte aller Bremer Grundschulen ein gebundenes oder offenes Ganztagsangebot vorhalten, verläuft der Ausbau an Kinderbetreuungs-, aber auch an Schul- und Ganztagsschulplätzen gemessen an den eigentlichen Bedarfen viel zu langsam. Ein weiteres Hindernis ist der Mangel an qualifiziertem Personal wie Lehrkräften und speziell Sonderpädagogen, ErzieherInnen und sozialpädagogischem Personal, der durch den harten bundesweiten Wettbewerb noch verschärft wird.

„Mehr Raum und mehr Fachpersonal“


Um angesichts des bundesweiten Werbens um Fachkräfte in Kita und Schule nicht ins Hintertreffen zu geraten, muss sichergestellt sein, dass Bremen in puncto Arbeitsbedingungen mit den anderen Bundesländern und insbesondere dem niedersächsischen Umland mindestens Schritt halten kann.

Angesichts des künftig noch wachsenden bundesweiten Mangels an Lehrkräften, SonderpädagogInnen, ErzieherInnen und sozialpädagogischem Personal sind die Ausbildungskapazitäten in allen Bereichen zu erhöhen. Aber auch Quereinsteigern muss der Einstieg erleichtert werden. Dafür muss das unterrichtende Personal ohne vollständige Lehramtsausbildung Angebote zur Weiterqualifikation erhalten.

„Mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr Qualität“


Kitas und Schulen in „benachteiligten Quartieren“ sind oft nur bedingt in der Lage, sozialmilieu-spezifische und kontext-spezifische Benachteiligungen zu kompensieren!

Deshalb müssen wir im ganzen Bundesland eine gute, ausreichende, Standardversorgung mit Kinderbetreuungsplätzen ermöglichen. Alle darüber hinausgehenden Anstrengungen fokussieren wir klar auf die Quartiere und Einrichtungen mit den schlechtesten Sozialindikatoren. Dort setzten wir uns für einen konsequenten Ausbau von Kitas zu beratenden Familienzentren mit entsprechend qualifiziertem Personal ein, um die Familien vor Ort zu stärken und zu stabilisieren – beginnend mit den besonders benachteiligten Quartieren.

Auch im Bildungsbereich werden wir im gesamten Bundesland für eine gute, ausreichende Standardversorgung sorgen. Darüber hinaus gehend müssen wir uns klar auf die Bildungssituation in den Quartieren und Einrichtungen, mit den schlechtesten Sozialindikatoren fokussieren: Hier ist ein System gebundener Ganztagsschulen mit kleineren Klassen und besserer, über den Standard hinausgehender, Personalausstattung  zu schaffen.

„Mehr Unterstützung bei der Umsetzung der Inklusion!”


Im Rahmen der Inklusion stellt die Beschulung von verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen die größte Herausforderung dar. Es bedarf daher eines Gesamtkonzepts, das unterschiedliche Angebote für Schülerinnen und Schüler mit sozial-emotionalen Beeinträchtigungen vorrätig hält, und einer auskömmlichen Finanzierung der dafür erforderlichen räumlichen, sächlichen und personellen Ressourcen.

Die Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren müssen personell so ausgestattet sein, dass sie insbesondere Anfragen bei sozial-emotionalen Auffälligkeiten – dem Aufgabenbereich mit den meisten Anfragen – zeitnah bearbeiten können, um Eltern und Schulen hier angemessen zu unterstützen.

Die Fritz Gansberg-Schule muss erhalten und saniert werden.