Christian Weber

Präsident der Bremischen Bürgerschaft

Am Markt 20
28195 Bremen
Tel.: 0421.36112402

 

CHRISTIAN WEBER

Warum ausgerechnet Politik?

„Es war Gustav Heinemann mit seinen Demokratiegedanken und seiner Aufforderung zu  zivilgesellschaftlichem Handeln, der mich zur aktiven Politik gebracht hat. ‚Politik muss jedermanns Sache werden. Man darf sie nicht den Fachleuten überlassen‘, hat dieser große Demokratie-Lehrer betont und zu ‚Bürgermut‘, also zu Zivilcourage und Mitbestimmung, aufgerufen. Das kann ich noch heute uneingeschränkt unterschreiben. Seine Ideen waren auch die Basis dafür, mich von Anfang an in der SPD zu engagieren, weil nur sie ernsthaft für soziale Gerechtigkeit stand und steht. Das bedeutet nicht, dass die Partei immer Recht hat. Im Gegenteil: Die SPD lebt von den Diskussionen unter ihren Mitgliedern. Auch deshalb ist und bleibt sie meine Basis - und das seit mittlerweile schon 40 Jahren."

Ein wichtiger Punkt auf der politischen Habenseite?

"… ist für mich ganz klar unser Landesmindestlohngesetz. Für die eigene Arbeit einen Lohn zu erhalten, von dem man auch leben kann, ist einfach ein unverzichtbarer Bestandteil von Menschenwürde. Dass wir hier in Bremen mit einem eigenen Gesetz vorangehen und in den Bereichen, die unserem Einfluss unterliegen, Dumpinglöhne verhindern, kann aber nur ein Anfang mit Signalwirkung sein: Wir brauchen derartige Regelungen für alle Beschäftigten. Dafür müssen wir uns weiterhin auch auf Bundesebene stark machen."

Und wo muss noch weiter gearbeitet werden?

"Der Föderalismus – also das Zusammenwirken selbständiger Bundesländer mit ihren vielfältigen Fähigkeiten  in einem großen Ganzen – ist für mich ein Prinzip, das wir gegen alle Angriffe schützen müssen. Dabei gilt es auch, die Selbständigkeit der Freien Hansestadt Bremen zu verteidigen – und zwar keineswegs aus Lokalpatriotismus. Unser Bundesland hat immer wieder unter Beweis gestellt, dass wir einen großen Beitrag leisten. Nicht nur mit unseren Häfen, die für die ganze Republik eine enorme Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung haben. Gerade als kleines Bundesland können wir aber auch darüber hinaus viel beitragen und sind dabei oft Vorbild für andere Länder: Wir waren die ersten, die eine gesetzliche Grundlage für die Gleichstellung eheähnlicher Lebensgemeinschaften gelegt haben, sind Vorreiter in Sachen Mindestlohn und nicht zuletzt einer der wirtschaftsstärksten Standorte in Deutschland. Genau das müssen wir immer wieder deutlich machen. Auch, um am Ende zu einer gerechteren, unserer Wirtschaftskraft angemessenen Verteilung der Steuereinnahmen zu kommen."

Ein wichtiges Projekt dieser Wahlperiode?

"… sind für mich die demokratischen Reformen, die die SPD angestoßen hat, um die Bürgerinnen und Bürger mehr zu beteiligen. So werden unter anderem die Hürden für Bürgeranträge, Volksbegehren und Volksentscheide  gesenkt. Alles Dinge, die für mich eindeutig in die richtige Richtung gehen und noch weiter vertieft werden müssen. Die Bremerinnen und Bremer sollen und wollen unsere Demokratie aktiv mitgestalten. Unsere Aufgabe als Politiker ist es, genau das zu ermöglichen. Denn letztlich ist das Volk der Souverän und das Parlament muss das Herz der Demokratie sein."

… und nach dem politischen Feierabend?

"Abschalten kann ich in meinem Garten oder bei Spaziergängen durch meinen Ortsteil: Ich bin natürlich in erster Linie Bremer, danach aber vor allem Hastedter. Und wenn es dann dazu noch ein Stück gutes Schwarzbrot gibt, weiß ich, dass ich Zuhause bin, und kann vom Politiker-Alltag entspannen."

politische Arbeit

14.09.2017Anfrage

Fragestunde Stadt: Wasserdampf zur Unkrautvernichtung – ein umweltfreundliches Verfahren?

mehr...

27.01.2017Antrag, Sprehe, Heike

Antrag Land: Teststecke für autonomes Fahren unterstützen und autonomes Fahren in Bremen nachhaltig gestalten

mehr...

08.11.2016Antrag, Sprehe, Heike

Antrag Land: Autonomes Fahren: Teststrecken auch in Bremen einrichten!

mehr...

12.01.2016Antrag

Dringlichkeitsantrag Land: Einsatz für die Flüchtlinge aus der Westsahara fortsetzen – Referendum durchsetzen!

mehr...

23.01.2012Antrag

Landtag: Das Wahlrecht erweitern

mehr...