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10.01.2012  Pressemitteilung

Betreuungs- und Bildungsangebote an Grundschulen ausweiten: Ganztagsschulausbau weiter vorantreiben

Die Nachfrage nach einer Ganztagsversorgung an Bremens Grundschulen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Beim Ganztagsschulausbau besteht deshalb ein großer Handlungsbedarf. Dieses Thema hatte bereits auf der Klausur der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Wilhelmshaven im Herbst letzten Jahres einen breiten Raum eingenommen. Gestern beriet die SPD-Bürgerschaftsfraktion nun konzeptionelle Vorschläge der Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper und der Jugendsenatorin Anja Stahmann.

„Wir werden auch weiterhin gebundene Ganztagsschulen in Bremen schaffen. Aber wir wollen auch erreichen, dass künftig noch mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, auch am Nachmittag gute Betreuungs- und Bildungsangebote in Anspruch zu nehmen. Es ist deshalb von ganz entscheidender Bedeutung, dass wir zusätzlich zu den gebundenen Ganztagsschulen den Weg der offenen Ganztagsschule gehen. Das ist bundesweit eine gängige Form um mehr Lern- und Betreuungszeit für Kinder zu schaffen", so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Mustafa Güngör.

Die offenen Ganztagsschulen sollen schrittweise und behutsam unter Berücksichtigung der regionalen Versorgungssituation mit Nachmittagsbetreuungsangeboten sowie der Sozialindikatoren eingerichtet werden. „Wir erwarten, dass die zuständigen Ressorts eine verbindliche Ausbauplanung vorlegen und Vorschläge für eine pragmatische Umsetzung im Einvernehmen mit den Horten und Schulen machen. Und klar ist auch: Wenn es kein entsprechendes schulisches Angebot gibt, dann werden die bestehenden Hort-Angebote am jeweiligen Standort natürlich fortgesetzt. Es darf und wird keine Betreuungslücke geben", so der sozialpolitische Sprecher der SPD, Klaus Möhle.

Auf ihrer gestrigen Sitzung hat die SPD-Fraktion zudem beschlossen, dass bei der Festlegung der Aufnahmekriterien für die offenen Ganztagsschulen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Verbesserung der Lernbedingungen sozial benachteiligter SchülerInnen Vorrang haben muss. Eltern und Kinder bräuchten dabei Verlässlichkeit. Die Vergabe dürfe deshalb nicht nach dem Motto „Wer zuerst kommt, malt zuerst" oder im Losverfahren ablaufen. In der kommenden Woche wird die Koalition die Gespräche über den weiteren Ganztagsschulausbau fortführen.