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29.05.2013  Pressemitteilung

Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder verbessern


Bremen, Mittwoch 29. Mai 2013
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Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder verbessern

Dass Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft eine gute Bildung erhalten und ein hohes Kompetenzniveau erreichen, ist zentrale Aufgabe der Bildungspolitik.
Über eine gute Unterrichtsversorgung hinaus brauchen vor allem Kinder aus sozial benachteiligten oder bildungsfernen Elternhäusern weitere individuelle Unterstützungs- und Förderangebote außerhalb des Elternhauses. Raum und Zeit für entsprechende Angebote gewährleisten insbesondere Ganztagsschulen. Zu guter Schule gehört aber auch eine gute Schulsozialarbeit. Sie kann durch die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen an der Schule gezielt Benachteiligungen abzubauen. Sie hilft leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern ihre Stärken zu entfalten und Lebensperspektiven zu entwickeln und wirkt so Ausgrenzung und dem Risiko des Scheiterns entgegen.

„Angesichts knapper öffentlicher Ressourcen müssen sich politische Maßnahmen und Initiativen insbesondere an dem Ziel orientieren, die Lebenschancen sozial benachteiligter Kinder zu verbessern“, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Mustafa Güngör. Und weiter:„Die Bundesregierung verweigert nun die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit und will sich so aus der Verantwortung stehlen. Obwohl Bremen selbst vor immensen bildungspolitischen Herausforderungen steht, muss die Chance auf Weiterfinanzierung zumindest der allernötigsten Angebote der Schulsozialarbeit aber überprüft werden“, begründet Güngör den heute zum Abschluss der Fraktionsklausur in Wilhelmshaven beschlossenen Antrag.

Darin wird der Senat aufgefordert, ein Konzept zu erstellen, in dem dargelegt wird, ob und wie vor dem Hintergrund der Eckwertbeschlüsse mittel- und langfristig ein quantitativer und qualitativer Ausbau der Ganztagsschulen mit einem sozialraumorientierten Fokus fortgesetzt werden kann. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob und wie die Schulsozialarbeit insbesondere an Schulstandorten in sozial benachteiligten Stadtteilen abgesichert werden kann.