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25.06.2012  Pressemitteilung

Elombo Bolayela (SPD) besuchte Bildhauerwerkstatt in der JVA Oslebshausen

Das Bild zeigt Elombo Bolayela im Gespräch mit einem Mitarbeiter der Bildhauerwerkstatt. Fotos: SPD-Abgeordnetengemeinschaft

Für viele Kinder und Erwachsene in den Ortsteilen Bremens und in öffentlichen Einrichtungen sind sie so etwas wie liebenswerte Freunde geworden: Die mit viel Phantasie und Können gestalteten Skulpturen aus der Justizvollzugsanstalt Oslebshausen. Für die Insassen der JVA sind sie indessen eine einzigartige Möglichkeit, positive Erfahrungen zu machen – und kreative Kräfte in sich selbst zu entdecken.

Bei einem Besuch in der JVA informierte sich jetzt der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Elombo Bolayela über Angebote, aktuelle Projekte und die Geschichte der Bildhauerwerkstatt. Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit dem Leiter der JVA, Dr. Carsten Bauer. Begleitet wurde Bolayela von Petra Wontorra und Hannes Grosch vom Beirat Gröpelingen.

„Ich bin sehr beeindruckt von dem handwerklichen Geschick und der Ausdauer der Mitarbeiter der Bildhauerwerkstatt. Sie können stolz sein auf ihre Kunstwerke, die an vielen Stellen unserer Stadt zu sehen sind. Hier lernen die Gefangenen, dass es sich lohnt, über längere Zeit an etwas zu arbeiten – und sie bekommen auch positive Rückmeldungen dafür. Ich wünsche ihnen, dass sie diese guten Erfahrungen nach der Haftzeit in ihren Alltag mit hineinnehmen können“, so Elombo Bolayela.

Hans-Henning Hoff vom Trägerverein „Mauern öffnen e.V." betonte, dass die Bildhauerwerkstatt mit ihrem besonderen Konzept weit über die Region hinaus einzigartig sei.

Die Werkstatt, die es seit drei Jahrzehnten gibt, ist ein ganz normaler Betrieb, in dem die Insassen ganztägig und zu denselben Bedingungen wie in den anderen Werkbetrieben der JVA arbeiten - zum Teil über mehrere Jahre hinweg. Unter Anleitung professioneller Künstler erstellen sie Skulpturen aus Stein, Holz und Metall, die dann im öffentlichen Raum Bremens aufgestellt werden. Jugendliche arbeiten in einem getrennten Bereich. Die Bildhauerwerkstatt wird auch von der Stiftung Wohnliche Stadt gefördert – aktuell mit 45.000 Euro.

Bei seinem Besuch in der JVA informierte sich Bolayela auch über den Neubau des Zentralgebäudes, das laut Gefängnisleitung Ende des Jahres in Betrieb genommen werden soll. Auf 7.500 Quadratmetern entstehen 100 Haftplätze, Verwaltungsräume sowie Besuchs-, Transport- und Krankenabteilungen. Auch ein Casino und eine Lehrküche sind vorgesehen. Die zentrale Pfortenanlage ist künftig im Neubaubereich untergebracht.

Insgesamt erreiche die JVA durch die Sanierungsarbeiten einen neuen Sicherheitsstandard, so Leiter Dr. Bauer. Ein „Tag der offenen Tür“ für die unmittelbaren Nachbarn der Oslebshauser Haftsanstalt ist geplant.