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13.11.2012  Anfrage

Landtag: Mobbing in der Schule verhindern

Wir fragen den Senat:

Das physische, psychische und seelische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen ist eine grundlegende Voraussetzung für gelingendes Lernen. In den letzten Jahren wurde in der die Öffentlichkeit jedoch zunehmend über Mobbing- und – mit dem Einzug moderner Kommunikationsmedien – auch über Cyerbullyingvorfälle an Schulen berichtet.Mobbing (auch: Bullying) kann sich unter Schülerinnen und Schülern ereignen, es kann von Schülerinnen und Schülern gegen Lehrkräfte oder umgekehrt von Lehrkräften gegen Schülerinnen und Schüler ausgehen. Mobbinghandlungen können mit massiven Folgen für die Opfer einhergehen, sie können eine starke psychische Belastung bedeuten, die den Opfern die Schule verleidet oder selbst Auslöser von Gewalt sein können. Mit dem Einzug moderner Kommunikationsmedien – Internet und Handy – ist mit Cyberbullying eine neue Form des Mobbings in Erscheinung getreten, die Opfer in besonderer Weise belastet, da sie nicht einmal mehr im häuslichen Umfeld Schutz vor Übergriffen haben. Vor diesem Hintergrund stellen die Prävention von Mobbing und Cyberbullying sowie wirksame Handlungsstrategien im Umgang mit akuten Vorkommnissen eine besondere bildungspolitische Herausforderung dar! 

Wir fragen den Senat:

1. Wie viele Mobbing- bzw. Cyberbullyingvorfälle gab es nach Kenntnis des Senats in den letzten fünf Jahren in öffentlichen Schulen im Land Bremen

a. unter Schülerinnen und Schülern

b. von Schülerinnen und Schüler gegen Lehrkräfte ausgehend

c. von Lehrkräften gegen Schülerinnen und Schüler ausgehend(bitte aufgeschlüsselt nach Stadtgemeinden, Schularten, Geschlecht)?

2. Welche Erkenntnisse hat der Senat darüber, wie in den Schulen mit den Mobbing- und Cyberbullyingvorfällen umgegangen und den Betroffenen geholfen wird?

3. Welche konzeptionellen Vorstellungen und Lösungsansätze verfolgt der Senat zur Prävention von Mobbing und Cyberbullying einerseits sowie andererseits zum Umgang mit akuten Vorfällen in Schulen im Land Bremen?

4. Welche konkreten Maßnahmen zur Vorbeugung von Mobbing und Cyberbullying in Schulen hat der Senat bislang ergriffen oder befinden sich derzeit in Planung (bitte nach Stadtgemeinden getrennt aufführen?

5. Welche konkreten Hilfsangebote empfiehlt der Senat Opfern von Mobbing und Cyberbullying in Schulen (bitte nach Stadtgemeinden getrennt aufführen)?

6. Welche Möglichkeiten sieht der Senat, eine neutrale niedrigschwellige Anlaufstelle für Opfer von Mobbing und Cyberbullying in Schulen einzurichten?

Aydin Gürlevik, Mustafa Güngör, Ruken Aytas, Reiner Holsten, Björn Tschöpe und Fraktion der SPD