Sascha Karolin Aulepp

Sprecherin für Recht & Justiz

Charlottenstraße 13
28203 Bremen
Mob.: 0152. 094 202 74

 

SASCHA KAROLIN AULEPP

Warum ausgerechnet Politik?

„Politik war schon in meinem Elternhaus Thema: Mein Vater war als Studentenpfarrer, meine Mutter in der Frauenbewegung politisch aktiv. Ich selbst bin mit zwölf Jahren Mitglied beim sozialistischen Jugendverband „Die Falken“ geworden und habe mich später unter anderem als Schulsprecherin engagiert. Mir ging und geht es dabei um Chancengerechtigkeit und vor allem auch um Verteilungsgerechtigkeit. Alle Menschen müssen darauf vertrauen können, dass es etwas bringt, für sich und sein Leben Verantwortung zu übernehmen, sich anzustrengen und zu engagieren. Das hat mich motiviert, auch während des Jurastudiums im Frauenbeauftragtenkollektiv, später als Vorsitzende im Eltern-Kind-Verein, dann als Gewerkschaftsmitglied und Richterin in der Personalvertretung– und letztlich für die SPD als Bürgerschaftsabgeordnete aktiv zu werden.“

Ein wichtiger Punkt auf der politischen Habenseite?

„Da gibt es mehrere: Dass Bremen mit dem ersten Landesmindestlohngesetz eine Vorreiterrolle eingenommen hat zählt genauso dazu, wie die Neuausrichtung des Wohnungsbauprogramms, das jetzt eine feste Quote für günstige Wohnungen bei Neubauprojekten vorsieht und sich durch entsprechende Förderung klar zum sozialen Wohnungsbau bekennt. Damit verwirklichen wir das Grundrecht auf Wohnen auch für die, die sich nicht so viel leisten können. 
Bei uns im Stadtteil Mitte haben wir als SPD entscheidend dazu beigetragen, dass der öffentliche Raum wirklich für alle da ist: für die, die in Cafés und Kneipen draußen sitzen wollen, für die Kaufleute, für Kinder und Jugendliche, für diejenigen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind und auch für all die, für die es möglich sein muss, sich umsonst und ohne Geld draußen aufzuhalten.“

Und wo muss noch weiter gearbeitet werden?

„Aus meinem Berufsalltag als Richterin weiß ich, dass wir nicht nachlassen dürfen, allen Menschen und gerade denjenigen, die besondere Unterstützung brauchen, zu ihrem Recht zu verhelfen. Konkret: Es gäbe weniger Mietrechtsstreits, wenn es mehr gute und bezahlbare Wohnungen gäbe. Daran müssen wir weiter arbeiten - auch damit einzelne Stadtteile nicht abgehängt werden. Außerdem bin ich sicher: Unsere Strafgerichte hätten weniger zu tun, wenn alle möglichst schon in Kindergarten, Schule und in der Familie gelernt hätten, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Letztlich geht es darum, für alle echte Perspektiven zu schaffen – angefangen mit guter Kindertagesbetreuung über die Bildungspolitik bis hin zu einer an guten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen orientierten Wirtschaftspolitik.“

Ein wichtiges Projekt dieser Wahlperiode?

„Wir müssen dafür sorgen, dass sich wieder mehr Menschen an der politischen Gestaltung unseres Landes beteiligen - nicht nur bei den Wahlen, sondern auch durch demokratische Mitbestimmung in den Stadtteilen. Gerade das Vertrauen der Menschen, die nicht mehr glauben, dass Politik auch für sie gemacht wird, müssen wir zurückerobern. Eine weitere Herausforderung ist es, allen Kindern bessere Startchancen zu verschaffen, damit sie zu selbstbestimmten Erwachsenen heranwachsen können. Erziehung und Bildung müssen dabei als gemeinsame Aufgabe verstanden - und von Anfang an aus einer Hand  organisiert werden. Außerdem stehen wir in der Flüchtlingspolitik vor einer großen Aufgabe: Es geht nicht nur um eine ordentliche Unterbringung von Anfang an, sondern vor allem auch darum, dass alle, die bei uns Zuflucht suchen, möglichst schnell ihre Fähigkeiten in Schule, Ausbildung und Beruf einbringen können. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen dabei besondere Aufmerksamkeit. Dazu gehört auch, sich um diejenigen zu kümmern, die deutliche Probleme beim Ankommen in unserer Gesellschaft haben. Für diese Jugendlichen müssen wir intensivpädagogische Betreuungsangebote schaffen  - auch, um sie vor Straffälligkeit zu bewahren.“

…und nach dem politischen Feierabend?

„Ich bin Familienmensch und meine Erdung sind meine Kinder. Auch da kommt das Politische übrigens nicht zu kurz – sei es bei Diskussionen mit dem 17-jährigen Teenager oder bei den Gerechtigkeitsdebatten, die meine neunjährige Tochter mit mir führt. Ansonsten bin ich abends gern im Theater, im Konzert oder im Kino, im Gespräch mit Freunden aber auch auf dem Sofa oder einfach draußen. Wenn ich mich aufraffen kann, bin ich außerdem als Läuferin oder mit dem Rad unterwegs.“