Ingelore Rosenkötter

Paschenburgstraße 86
28211 Bremen
Tel.: 0421 43 77 29 44
Mob.: 0175 29 85 398

 

Ingelore Rosenkötter


Warum ausgerechnet Politik?

„Das war wohl eine Art logische Folge: Nach jahrzehntelangem ehrenamtlichen Engagement, wollte ich mich auch darüber hinaus einbringen und Möglichkeiten nutzen, etwas zu verändern. Das klappt – zugegebener Weise – nicht immer. Aber wenn doch, dann ist das einfach ein gutes Gefühl. Dass mein Einstieg Ende 2006 gleich als Senatorin erfolgte, war für mich überraschend und herausfordernd. Warum ich in der SPD landete? Ich bin mit Willy Brandt und Helmut Schmidt aufgewachsen und habe mich auch dadurch bei den Sozialdemokraten von Kindesbeinen an aufgehoben gefühlt – gerade weil die SPD eben nicht nur eine Interessengruppe, sondern wirklich alle Menschen im Blick hat.“

Ein wichtiger Punkt auf der politischen Habenseite?

„Selbst etwas tun. Sich für mehr einsetzen, als für die eigenen Interessen. Eine solche Haltung imponiert mir. Deshalb mache ich mich besonders für ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement stark. Wir als Politiker müssen dafür die Rahmenbedingungen schaffen. Dabei gibt es noch viel zu tun, aber wir haben schon einiges erreicht – etwa was die Verbesserung des Versicherungsschutzes und die Fortbildungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche angeht. Mir geht es dabei auch um Anerkennung, denn egal ob als Übungsleiterin im Sportverein oder als Nachbarschaftshelfer – Ehrenamtliche sind für ein gutes und gelingendes Miteinander in Bremen und Bremerhaven schlicht unentbehrlich.“

Und wo muss noch weiter gearbeitet werden?

„Eine Aufgabe, die uns die nächsten Jahre begleiten wird, ist die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Dabei geht es um nicht weniger als die Entwicklung einer Gesellschaft, in der jede und jeder, egal ob mit oder ohne Behinderung, ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben führen kann. Das ist eine große Aufgabe aber vor allem auch eine Chance – nicht nur für behinderte Menschen: Wie stellen wir sicher, dass angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft ein Altern in Würde möglich ist? Wie können wir allen Menschen eine wirkliche Teilhabe ermöglichen und dabei ihre vielfältigen Fähigkeiten nutzen? Auch diese Fragen müssen wir auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft, die niemanden ausschließt, beantworten.“

Ein wichtiges Projekt dieser Wahlperiode?

„… ist für mich unser Landesmindestlohngesetz. Wir erteilen damit unfairen Löhnen eine klare Absage. Und diesen Weg müssen wir fortsetzen – auch beim Thema Geschlechtergerechtigkeit. Es darf und kann nicht sein, dass Frauen in Deutschland immer noch durchschnittlich 23 Prozent unter dem Gehaltsniveau von Männern liegen. Für mich gilt da ein ganz einfacher Satz: ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.‘ Und dabei bleibt’s.“

… und nach dem politischen Feierabend?

„Sport ist für mich ein prima Ausgleich – auch, weil ansonsten ‚gutes Essen‘ ganz oben auf meiner Freizeitliste steht. Ich walke, jogge oder fahre Fahrrad – und das durchaus gelegentlich in ‚politischer Mission‘: Wenn etwa Diskussionen über ein Bauvorhaben anstehen, radle ich vorher oft dort hin, um mir vor Ort selbst ein Bild zu machen. Und das kann sich dann manchmal durchaus von der Aktenlage unterscheiden.“

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