Bremer Glanzlichter

Die Bremer Innenstadt besticht mit ihren historischen Wahrzeichen, den kleinen Gassen und Plätzen sowie gastronomischen und kulturellen Angeboten.
Sie ist für sich genommen eine einzigartige Attraktion, die jeden Besuch der Hansestadt rechtfertigt. Die Innenstadt zieht viele Menschen an; dies belegen die positiven Besucher:innenzahlen der vergangenen Monate eindeutig. Doch innerhalb der durchschnittlichen Verweildauer, die Tourist:innen oder Besucher:innen in Bremen verbringen, ist es unmöglich, Bremen in seiner Größe, Vielfalt und Leistungsfähigkeit auch nur ansatzweise zu entdecken.
Das ist deshalb bedauerlich, weil Bremen wesentlich mehr Interessantes zu bieten hat.
Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz konkretisieren sich sowohl in unserem Zusammenleben als auch in unserer Wirtschaftstätigkeit, der Forschung, Stadtentwicklung, Kultur, im Sport und vor Ort in den bunten Stadtteilen Bremens. Um „Bremer Glanzlichter“ adäquat zu präsentieren, sollte an zentraler Stelle ein Ort geschaffen werden, der Bremen in seiner Vielfalt und Stärke noch besser erlebbar macht.
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion setzt sich aus diesem Grund für ein „Schaufenster der Spitzenleistungen“ in der Bremer City ein. Durch dynamisch kuratierte und partiell wechselnde Ausstellungen der Bremer Glanzlichter sollen Besucher:innen Bremens einen weitreichenden Einblick und bleibenden Eindruck von der Wesermetropole vermittelt bekommen, die Neugier wecken und dazu anregen, Bremen auch als Lebens-, Arbeits- und Unternehmensmittelpunkt zu betrachten. Konkret bedeutet das, die Eindrücke aus der Innenstadt zu komplettieren und zu zeigen, dass Bremen unter anderem mit dem zweitgrößten Mercedes-Werk weltweit einen Leitstandort der Elektromobilität beheimatet, ein herausragender Standort für Luft- und Raumfahrt ist, als viertgrößter Hafen Europas sowie als Deutschlands größter Schwerlasthafen fungiert. Überdies hat sich das Stahlwerk in Bremen auf den Weg gemacht, mithilfe von modernster Technologie grünen nachhaltigen Stahl zu produzieren und so einen großen Beitrag zum nachhaltigen Industriestandort Deutschland zu leisten.
Bremen ist darüber hinaus Standort für eine namenhafte Nahrungs- und Genussmittelindustrie, die nicht nur weltbekanntes Bier, sondern auch schmackhafte Regionalmarken braut. Auch der Kaffeeumschlag und die Röstung sind eng mit Bremen verbunden und machen einen Großteil der deutschen Produktion aus.

Neben den spannenden wirtschaftlichen Inhalten sollen auch die Universität, die Hochschulen und Forschungsinstitute Gelegenheit bekommen, um ihre Spitzenforschung beispielsweise in der Künstlichen Intelligenz zur Schau stellen zu können.
Zusätzlich soll das Schaufenster der Glanzlichter den Stadtteilen, Vereinen, Museen und Kultureinrichtungen eine Plattform bieten, sich vorzustellen; über Ausstellungen, Neuigkeiten und Erfolge zu berichten oder Kunstwerke auszustellen. Auf diese Weise spricht das Schaufenster nicht nur
Tourist:innen oder Tagesbesucher:innen an, sondern dient ebenso als Informationsgelegenheit für die Bremer Bürger:innen. Orte für das Schaufenster der Spitzenleistungen könnten der Domshof, der Hanseatenhof oder der Ansgarikirchhof sein. Ungenutzte Dachflächen in der Innenstadt bieten komplementär zum Schaufenster das Potenzial, als Aussichtsstandorte zu fungieren, um die weiter entfernten Stadtteile, Produktionsstätten und Sehenswürdigkeiten zumindest einmal erahnen zu können und zeitgleich einen Eindruck über die großstädtischen Dimensionen Bremens zu vermitteln.

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