Podiumsdiskussion

Was kann man für gesundheitliche Chancengleichheit tun?

 

Armut macht krank – Krankheit macht arm

Montag, 19. Februar 2018, ab 18:30 Uhr im Gesundheitstreffpunkt in der Stadtbibliothek West, Lindenhofstraße 53, 28237 Bremen

Studien belegen, dass gesundheitliche Beschwerden und Krankheiten verstärkt dort auftreten, wo Menschen von Armut bedroht oder betroffen sind. Die harte Wahrheit ist: Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen Einkommen, Gesundheitsrisiken und vorzeitiger Sterblichkeit. Dieser Zusammenhang lässt sich nicht nur bundesweit, sondern auch auf regionaler Ebene beobachten: Bremens Stadtteile driften nicht nur in punkto Einkommen, sondern auch was die Gesundheit der Bevölkerung angeht, deutlich auseinander.

Konkret: Je größer das Armutsrisiko in einem Stadtteil ist, desto geringer ist die Lebenserwartung, der Menschen, die dort leben. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar und ein klarer Auftrag für die Politik in Bremen und Bremerhaven.

Gesundheit darf keine rein individuelle Angelegenheit sein. Gesundheit ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Gesundheit ist keine Ware und darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Deshalb braucht Gesundheit vor allem eines: Chancengleichheit! Aber wie lässt sich der Zusammenhang von Einkommen und Gesundheitsrisiken verringern und letzlich abschaffen? Welche erfolgversprechenden Maßnahmen gibt es und wie können sie auf Stadtteilebene verankert werden? Wie können Menschen in prekären Lebenslagen gezielt angesprochen und erreicht werden? Wie können die Möglichkeiten, die das Präventionsgesetz schafft, in den Stadtteilen genutzt werden? Wie können bereits vor Ort bewährte Strukturen verbessert und verstärkt werden? Wie können insbesondere arbeitslose Menschen von gesundheitsfördernden Angeboten profitieren –auch um ihre Erwerbsfähigkeit zu erhalten? Und wie können Schulen, Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen, Betriebe oder auch das Jobcenter eingebunden werden, um mehr gesundheitliche Chancengleichheit zu erreichen?

Über diese und weitere Fragen wollen wir am Montag, 19. Februar, gemeinsam im Gesundheitstreffpunkt in der Stadtbibliothek West auf dem Podium und mit dem Publikum diskutieren.

Dazu einleitende Worte durch die gesundheitspolitische Sprecherin für Verbraucherschutz der SPD-Fraktion, Steffi Dehne.
Anschließend diskutieren Dr. Hermann Schulte-Sasse (Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverband Bremen) und Boris Velter (Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in Berlin) miteinander und mit dem Publikum.

Moderiert wird die Veranstaltung von Steffi Dehne, MdBB

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