Bremer Berufsqualifizierung wirkt

Mit der Bremer Berufsqualifizierung wurde im Rahmen der Ausbildungsgarantie vor gut einem Jahr ein neues Instrument in der Ausbildungslandschaft geschaffen. Ziel der im September 2015 gestarteten BQ ist es, Jugendliche nach der Schule schneller in eine Berufsausbildung zu bringen, um so ihre Chancen beim Berufseinstieg zu erhöhen. Nach einem Jahr zieht die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sybille Böschen, ein positives Fazit:  „Nachdem jetzt der erste Jahrgang dieses neue Ausbildungsangebot durchlaufen hat, lässt sich klar feststellen: Die Bremer Berufsqualifizierung wirkt. Das dahinter stehende Konzept, hat sich bewährt!“

Insgesamt 81 junge Leute, die im Vorfeld Absagen auf ihre Bewerbungen für ihren Wunsch-Ausbildungsberuf erhalten hatten, sind im September 2015 mit der Berufsqualifizierung gestartet. 52 von ihnen sind mittlerweile echte Azubis: 44 davon setzen ihre Berufsausbildung in einem Betrieb, acht bei einem Bildungsträger fort. „Diese Erfolgsquote von knapp 65 Prozent im ersten Jahr ist ein sehr positives Signal“, betont auch der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Mustafa Güngör.

Sowohl für die jungen Leute, als auch für die Betriebe sei die Berufsqualifizierung ein echter Gewinn: „Die jungen Leute erhalten eine echte Chance auf eine Ausbildung und somit gute Aussichten für den Berufseinstieg und die Betriebe können ihre möglicherweise zukünftigen Azubis zunächst einmal kennen lernen. Ein wichtiges Element dabei ist, dass die Berufsqualifizierung von Sozialpädagogen begleitet wird. Sie stehen bei Problemen sowohl den Jugendlichen als auch den Betrieben zur Seite“, sagt Böschen und ergänzt: „Dass sich insgesamt 66 Betriebe beteiligt und Ausbildungs- sowie Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt haben, ist ein gutes Signal dafür, dass auch die Wirtschaft ihre Verantwortung für diejenigen erkennt, die bei der Ausbildungsplatzsuche zunächst leer ausgegangen sind.“

Für die Zukunft, müsse nun noch lauter die Werbetrommel für dieses neue Ausbildungsinstrument gerührt werden: „Bisher sind 120 Ausbildungsplätze im Rahmen der Berufsqualifizierung vorgesehen – das sind echte Berufschancen für 120 junge Leute. Jetzt muss es daher darum gehen, diese Plätze tatsächlich komplett zu besetzen, die Anzahl gegebenenfalls noch zu erhöhen und die Abbruchquote weiter zu senken.“ Auch Mustafa Güngör begrüßt daher, dass künftig noch engmaschiger auf die Berufswünsche der Teilnehmerinnen eingegangen werden soll: „Rund 50 Prozent der Abbrecher sind auf eine Berufsfachschule gewechselt, weil sie festgestellt hatten, dass der in der Berufsqualifizierung gewählte Ausbildungsberuf nichts für sie war. Deshalb ist es der richtige Weg, dass die Teilnehmerinnen und -Teilnehmer jetzt noch intensiver mit Unterstützung durch erfahrene Ausbildern aus den Betrieben und Sozialpädagogen bei der Berufswahl unterstützt werden sollen.“

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