Antisemitismus entschlossen bekämpfen


Die Abgeordneten der Bremische Bürgerschaft haben heute jede Form von antisemitischen Haltungen und Verhalten, in dem Hass gegenüber jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, jüdischen Gemeinde- oder religiösen Einrichtungen Ausdruck verliehen wird, verurteilt. Mit ihrem zwischen allen Fraktionen geeinten Antrag stellten sie sich jeder Form des Antisemitismus in aller Konsequenz entschlossen entgegen.

Antisemitische Schmierereien an Synagogen, Verwüstungen jüdischer Friedhöfe, Anfeindungen auf der Straße, Übergriffe auf Schulhöfen, Hetze im Netz, all das ist für Jüdinnen und Juden – auch in Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven – zunehmend Realität geworden. Hakenkreuz-Schmierereien an der Bremerhavener Synagoge oder das rechte Graffiti am Jenny-Ries-Platz in Blumenthal sind als aktuelle Beispiele zu nennen. Beleidigungen, Anfeindungen und Hass-Kriminalität gegen jüdische Bürgerinnen und Bürger sind längst keine Randerscheinung mehr.

Antisemitische Einstellungen, Klischees und Vorurteile gehören zu einer der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft, weil sie in allen gesellschaftlichen Milieus vorkommen. Der Kampf gegen alten und neuen Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Deutschland trägt vor dem Hintergrund der Shoah, der Entrechtung und der Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden, eine besondere Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus. Auch mehr als siebzig Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau müssen wir auf Antisemitismus hinweisen, vor ihm warnen und laut und sichtbar gegen ihn eintreten.

 

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