Antrag Stadt: Bremer Binnendüne unter Landschaftsschutz stellen


Antrag der Fraktionen Bündnis 90/DIE GRÜNEN und der SPD

Die historische Binnendüne in der „Bremer Schweiz“ (Bremen-Nord) und das angren-zende Urnengräberfeld sind als einzigartige und schützenswerte Objekte unbedingt zu erhalten und unter Landschaftsschutz zu stellen. Durch eine großflächige Bebauung würde dieses ökologisch wie geologisch hochwertige Gebiet teilweise oder vollständig zerstört und die Verbindung zwischen Biotopen, deren wichtige Vernetzung (Biotopverbund) das Überleben einzelner Arten sichert, abgeschnitten und unterbrochen. Der Schutz zahlreicher Tiere, die sich auf der Roten Liste gefährdeter Arten befinden, der Erhalt der Artenvielfalt (Biodiversität) und der vielfältigen Feuchtbiotope sowie des sehr alten Baumbestands in diesem Gebiet können nur durch die Ausweisung als Schutzgebiet gesichert werden.

Auch das angrenzende Urnengräberfeld aus der Bronzezeit (ca. 2.200 v. Chr. bis 800 v. Chr.), in dem bereits viele Fundstücke freigelegt wurden und in dem, nach Meinung der Landesarchäologie Bremen, noch über 100 weitere Urnen aus dieser Zeit vermutet werden, ist aufgrund seiner hohen archäologischen Bedeutung in die Unterschutzstellung einzubeziehen.

Darüber hinaus hat die Bremer Binnendüne eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiet für viele Bremerinnen und Bremer. Ein bronzezeitlicher Erlebnispfad mit sechs Informationstafeln rund um die Binnendüne informiert über das Urnengräberfeld, Bestattungssitten, Geologie und Naturraum in diesem Gebiet.

Aus diesem Grund besteht ein sehr großes öffentliches Interesse an dessen Erhalt. Eine einreihige Bebauung darf entlang der Straße An der Landesgrenze erfolgen. Diese muss sich in ihrer Art und in ihrem Umfang an der bereits vorhandenen Wohnbebauung auf der gegenüberliegenden niedersächsischen Seite orientieren.

Die Stadtbürgerschaft möge beschließen:

Die Stadtbürgerschaft bittet den Senat, das Areal der sogenannten Binnendüne in der Bremer Schweiz mit Ausnahme des Bereichs unmittelbar an der Straße „An der Lan-desgrenze“ unter Landschaftsschutz zu stellen.

Dr. Maike Schaefer und Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Jens Crueger, Björn Tschöpe und Fraktion der SPD

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