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Der beste Freund des Massenmörders


Das Gewehr AR-15 erlangte in den USA eine zweifelhafte Berühmtheit. Ursprünglich wurde es von dem Hersteller Colt entworfen und gefertigt. Seitdem 1977 das Patent ablief, haben sich auch andere Hersteller des kommerziell erfolgreichen Waffentyps angenommen. Mittlerweile gibt es rund 500 Hersteller dieses halbautomatischen Gewehrs. In den USA sind ca. 10 bis 12 Millionen dieser Waffen im Umlauf.

Viele der schlimmsten Massaker in den letzten Jahren wurden mit einem AR-15 begangen. Ihr perfider Vorteil für das schnelle Töten einer größeren Anzahl von Menschen liegt in der Bauweise. Äußerlich ist sie fast identisch mit dem Sturmgewehr M16, das der Hersteller Colt an das Militär verkauft. Das AR-15 ist die Ausführung für Zivilisten. Ein Satz über den man stolpert. Denn es ist fraglich wozu ein solches Gewehr benötigt wird, wenn nicht für den Kriegseinsatz. Anders als bei der militärischen Version ist mit dieser Waffe technisch gesehen kein Dauerfeuer möglich. Trotzdem ist es ohne weiteres möglich eine Vielzahl von Schüssen innerhalb sehr kurzer Zeit abzufeuern. „Das Gewehr wird für Attentäter die Waffe der Wahl“, schrieb die „Washington Post“.

Der Besitz solcher Waffen ist jedoch nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland erlaubt, eine Bundesratsinitiative Bremens den Besitz dieser Attentatswaffe in Deutschland zu verbieten, ist an der Ablehnung der Mehrzahl der Bundesländer gescheitert. Aus dem nationalen Waffenregister kann die Anzahl der legal besessenen AR-15-Typen nicht unmittelbar zu entnehmen, da diese in der beschönigenden Rubrik „halbautomatische Büchsen“ geführt werden.

Aus vorherigen Anfragen an den Senat geht jedoch hervor, dass bekannt ist, dass in Bremen 20 Waffen mit einschlägigem Kaliber registriert worden sind. Insoweit liegt die Vermutung nahe das „Der beste Freund des Massenmörders“ (Handelsblatt) zumindest im Dutzend auch eine Heimat in Bremen hat.

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