Auch Azubis, die nach Bremen ziehen, sollen Begrüßungsgeld erhalten!


Für Studierende gibt es die Regelung bereits seit einigen Jahren: Junge Leute, die zum Studieren nach Bremen ziehen und hier ihren Hauptwohnsitz anmelden, erhalten 150 Euro Begrüßungsgeld. Die Idee dahinter ist es einerseits, Bremen für Studierende zusätzlich attraktiv zu machen. Andererseits lohnt sich die Investition auch für das Bundesland, denn im Rahmen des Bund-Länder-Finanzausgleichs erhält Bremen für jede Neubürgerin und jeden Neubürger Mehreinnahmen in Höhe von 5.822 Euro im Jahr. „Die Regelung hat sich bei den Studierenden bewährt – deswegen haben wir den Vorstoß der Jusos, auch Auszubildenden das Begrüßungsgeld auszuzahlen, begrüßt und heute mit einem entsprechenden Beschluss der SPD-Fraktion untermauert“, so die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sybille Böschen. Denn tatsächlich hätten die Jusos mit ihrer Initiative eine eindeutig richtige Frage aufgeworfen: „Warum soll das Begrüßungsgeld nur an Studierende gezahlt werden? Es gibt keinen Grund, bei diesem Thema Abiturienten und Studierende bevorzugt zu behandeln – insbesondere weil die größere Anzahl an Jugendlichen eine Ausbildung beginnt“, so die Sozialdemokratin.

Böschen stellt dabei klar: „Natürlich ist das nur ein Schritt: Das Begrüßungsgeld allein wird Azubis nicht zum Umzug nach Bremen bewegen. Wichtig bleibt vor allem, den jungen Leuten auch etwas zu bieten und insbesondere mehr preiswerten Wohnraum zu schaffen. Dabei werden wir auch die Idee weiterverfolgen, Azubi-Wohnheime einzurichten, wie es sie seit Kurzem beispielsweise in Hamburg gibt.“

Die Zielgruppe dafür sei in jedem Fall vorhanden, ist sich Böschen sicher: „Rund 2.100 der insgesamt knapp 6.000 Bremer Auszubildenden haben im vergangenen Jahr noch außerhalb der Stadt gewohnt – könnten wir nur einen Teil von ihnen zu einem Umzug an die Weser bewegen, wäre das schon ein echter Erfolg.“

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