Arbeit

 

Aufstiegsfortbildungen sollen künftig breit gefördert werden


In Bremen sollen Aufstiegsfortbildungen künftig breit gefördert werden. Das geht aus einem Bericht hervor, der heute in der Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen beraten wurde. Die Deputation hat beschlossen, der Bürgerschaft zu empfehlen, den Arbeitssenator mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes zu beauftragen.

„Der Bericht gibt einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zur Förderung fortbildungswilliger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, sagt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sybille Böschen, und begrüßt das Fazit, das das Arbeitsressort zieht. „Die klare Empfehlung ist, dass in Bremen künftig alle Aufstiegsfortbildungen gefördert werden sollen und nicht nur Handwerksmeister, wie CDU und FDP dies nach niedersächsischem Vorbild in ihrem Antrag gefordert haben. Diese Empfehlung unterstützen wir unbedingt, denn sie entspricht auch unserer politischen Forderung.“

Die Gründe für diese Entscheidung gingen ebenfalls aus den Fakten des Berichts hervor. „Eine ausschließliche Förderung von Handwerks-Meisterprüfungen würde aufgrund der Wirtschaftsstruktur im Land Bremen nur eine kleine Gruppe betreffen und einen Großteil der Absolventinnen und Absolventen von Aufstiegsfortbildungen nicht berücksichtigen“, erklärt Böschen. „Es ist also eine Frage der Gleichbehandlung und der Gerechtigkeit, eine möglichst große Gruppe in den Genuss dieser Förderung kommen zu lassen.“

Zudem sei eine entsprechend breite Aufstellung der Förderung auch eine Frage der Gleichstellung von Frauen, so die Sozialdemokratin weiter. „Aus dem Bericht geht hervor, dass der Meistertitel als Prämiengrundlage dazu führen würde, dass nur zehn Prozent der Anspruchsberechtigten weiblich wären. Aus unserer Sicht ist es also unerlässlich, auch die Fortbildungen in jenen Bereichen zu fördern, in denen nach wie vor in erster Linie Frauen arbeiten, wie zum Beispiel in der Pflege und in Erziehungsberufen. Dies ist auch deshalb wichtig, weil gerade in diesen Bereichen Fachkräfte dringend gebraucht werden, die auch Leitungsaufgaben übernehmen können. Eine Förderung sollte also auch diese Berufsfelder berücksichtigen. “

Böschen abschließend: „Wir begrüßen, dass das Ressort ein entsprechendes Konzept für eine breit aufgestellte Aufstiegsförderung erstellen will und werden dem in der Bürgerschaft zustimmen. Ich hoffe, dass wir damit schnell vorankommen und die Förderung auf den Weg bringen können. Denn nicht zuletzt wäre dies auch ein wichtiger Beitrag, um den Standort Bremen noch attraktiver zu machen.“

Teilen via:
FacebookTwitter