Augenärztlicher Notdienst in Bremerhaven: Jetzt müssen alle Register gezogen werden


Mehr als 100.000 Einwohner – aber weit und breit kein augenärztlicher Notdienst. „Für mich ist und bleibt das ein Unding“, betont SPD-Fraktionsmitglied Bernd Ravens.  „Es kann nicht sein, dass es abends und am Wochenende keine ambulante Versorgung in Bremerhaven gibt und die Patienten mit unter Umständen schweren Augenverletzungen in eine Augenklinik nach Bremen fahren müssen.“  Seit Langem setzt sich der Bremerhavener Abgeordnete deshalb dafür ein, dass sich diese Situation ändert.

Dass nun aus dem Magistrat die Mitteilung kommt, ein augenärztlicher Notdienst in Bremerhaven sei unrealistisch, will er nicht einfach hinnehmen. „Ich hatte einen länderübergreifenden Notdienst mit Augenärzten aus Bremerhaven und dem Umland in die Diskussion gebracht – diesen Schritt wollen die Kassenärztlichen Vereinigungen Bremen und Niedersachsen nicht mitgehen, wie sie nun betonten. Das muss man zur Kenntnis nehmen – darf aber nicht aufgeben“, betont Ravens. Er fordert, dass nun weitere Gespräche geführt werden und der für den Bereich Gesundheit zuständige Stadtrat Torsten Neuhoff sich aktiv des Themas annimmt.  „Jetzt müssen alle Register gezogen werden, um doch noch zu einer Lösung zu kommen“, betont Ravens.

„Es gibt ein konkretes Angebot des Ameos-Klinikums St. Joseph: Man will prüfen, ob die Einrichtung einer Augenklinik möglich ist. Dort könnte dann auch ein augenärztlicher Notdienst eingerichtet werden“, betont der Bremerhavener Abgeordnete der SPD-Bürgerschaftsfraktion und ergänzt: „Ich habe die klare Erwartung, dass das Klinikum dabei deutlich unterstützt wird – denn dies dürfte die letzte Möglichkeit sein, um die nach wie vor völlig unbefriedigende Situation zu verbessern und endlich eine adäquate augenärztliche Notdienst-Versorgung in der Seestadt sicherzustellen.“

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