Arbeit & Berufliche Bildung

 

Ausbildungsplätze im öffentlichen Dienst


Aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit zu Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung verdeutlichen, dass sich die Covid-19-Pandemie auch im Ausbildungsmarkt niederschlägt. In diesem Jahr haben die Betriebe im Land Bremen 11,3 Prozent weniger Lehrstellen gemeldet. In der Stadtgemeinde Bremen gingen die betrieblichen Ausbildungsplätze sogar um 15 Prozent zurück. Weniger Ausbildungsplätze erschweren die Suche junger Menschen nach einem Ausbildungsplatz.

Der Bund hat mit einem eigenen Programm finanzielle Anreize gesetzt, damit Unternehmen, die aufgrund der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, ihren Ausbildungsbetrieb fortsetzen.

Das Land Bremen hat ebenfalls im Sommer 2020 reagiert und über die Bundeshilfen hinaus zwei außerbetriebliche Ausbildungsverbünde in den Städten Bremen und Bremerhaven auf den Weg gebracht, deren Ziel es ist, junge Menschen in eine Ausbildung zu bringen. Dabei springen die Ausbildungsverbünde zeitweise dort ein, wo besonders stark durch die Krise betroffene Betriebe beispielsweise der Gastronomie und Hotellerie bei der Einstellung neuer Auszubildender zurückhaltend sind. Bereits in diesem Jahr sollen 120 junge Menschen ihre Ausbildung in den beiden Ausbildungsverbünden beginnen und nach Möglichkeit schnell in die betriebliche Ausbildung wechseln.

Darüber hinaus bildet die Freie Hansestadt Bremen im öffentlichen Dienst, im Bereich der allgemeinen Verwaltung, der Polizei, Feuerwehr, Justiz, Finanzen, Bildung oder Soziales, aus, um eigene Nachwuchskräfte zu gewinnen.

In der aktuellen Pandemie ist es besonders bedeutend, alle Ausbildungsplätze in den außerbetrieblichen Ausbildungsverbünden und im öffentlichen Dienst zu besetzen, um möglichst vielen jungen Menschen in Bremen und Bremerhaven so sichere Perspektiven zu bieten.

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