Bremer Bäder

 

Planung und Umsetzung des Bäderkonzepts vorantreiben


Die Stadtbürgerschaft hat mit den Haushaltsbeschlüssen im Dezember 2017 die Weichen für die Umsetzung des Bäderkonzeptes gestellt. Der Senat hatte in seiner Sitzung am 12. September 2017 zuvor das Bäderkonzept mit einem Bauvolumen von bis zu 39 Millionen Euro beschlossen. Mit Zustimmung der Stadtbürgerschaft als Haushaltsgesetzgeber wurden so die Voraussetzungen geschaffen, damit die Bauarbeiten im Anschluss an die Freibadsaison 2018 in Horn beginnen können und unter günstigen Voraussetzungen bereits im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein werden. Die Bauarbeiten im Waller Westbad verzögern sich hingegen aufgrund von Statikproblemen um ein Jahr. Ein neues Ausschreibeverfahren läuft daher derzeit.

Mit diesen Beschlüssen haben Stadtbürgerschaft und Senat für den Schwimmsport in Bremen dauerhaft 50-Meter-Bahnen und ein wettkampfgeeignetes Bad gesichert. Außerdem wird die Struktur der Bäderlandschaft für Freizeitschwimmerinnen und -schwimmer durch den Umbau bzw. Neubau verbessert sowie das Schulschwimmen abgesichert.

Grundlage der Erstellung des Bäderkonzeptes war die Bedarfsfeststellung einer Kapazitätsumplanung vom Unibad auf die anderen Bäder. Festgestellt wurde, dass bei ersatzloser Schließung des Unibades zwar eine ausreichende Wasserfläche für das Schwimmtraining der Vereine und für das Schulschwimmen an anderen Standorten bereitgestellt werden könnte, die Auswirkungen für das öffentliche Schwimmen aber erheblich wären. Insgesamt hätten die Öffnungszeiten für das öffentliche Schwimmen an allen Standorten zugunsten des Vereinsschwimmens um durchschnittlich 25 Prozent reduziert werden müssen. Hierbei wäre das Westbad am stärksten betroffen. Der Kapazitätsausgleich im Rahmen des Bäderkonzepts ist daher erforderlich und geboten. Dem Bäderkonzept ging dabei ein umfangreicher Abstimmungsprozess voraus.

Bis zum Abschluss der Arbeiten an den Standorten in Horn und Walle stellt das Unibad ein wichtiges Angebot für das Schwimmen in der Stadt Bremen dar. Seine Kapazitäten helfen, die Ausfälle durch die Bauarbeiten an den anderen Standorten zu kompensieren. Dem Unibad kam in der Vergangenheit eine hohe Bedeutung für den Schwimmsport in Bremen zu. Mit dem Bäderkonzept wird ein Weg gegangen, der Bremen gemeinsam mit dem organisierten Schwimmsport als zukunftsfähigen Schwimmstandort absichert.

Während am Standort Horn mit den Baumaßnahmen bald begonnen wird, waren beim Westbad Planungsänderungen erforderlich. Der Baugrund macht eine aufwendige Pfahlgründung erforderlich, so dass die Planungen erneut ausgeschrieben werden mussten. Dies führt zu einer Verzögerung des Baubeginns um ein Jahr, so dass eine Eröffnung des neuen Westbades nunmehr im Sommer 2022 angestrebt wird.

Das Westbad weist den größten Einzugsbereich aller Bremer Bäder auf. Der Westen wächst, Walle und Gröpelingen gehören zu den am stärksten wachsenden Stadtteilen in Bremen, insbesondere steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Bremer Westen signifikant an. Die Herausforderungen durch demographischen Wandel und Zuwanderung zeigen sich im Bremer Westen besonders deutlich.

Im Rahmen der laufenden Neuausschreibung des Westbades soll dieses möglichst passgenau an den veränderten gesellschaftlichen Erfordernissen ausgerichtet werden. Hierzu zählen insbesondere eine ausreichende Ausstattung an Wasserflächen für Schul-und Lehrschwimmen sowie auch für NichtschwimmerInnen und zur Wassergewöhnung.

Wie auch am Standort Horn gilt es, zur Konkretisierung der Planungen für das Westbad einen weiteren Beteiligungsprozess mit den Nutzergruppen – einschließlich der örtlichen Schulen – durchzuführen, um zu weiteren Anpassungen zu kommen.

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