Verkehr

 

Bahnstrecke Bremerhaven – Verden endlich elektrifizieren!


Schon 2015 hat eine Untersuchung der DB Netz AG ergeben, dass am Bahnknoten Bremen die Kapazitäten weitgehend ausgereizt sind. Dieser Knoten stellt eine wichtige Schnittstelle im deutschen Bahnnetz dar und wird sowohl vom Personennah- und Fernverkehr, als auch vom Güterverkehr stark frequentiert. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass aufgrund bestehender infrastruktureller Engpässe im Regionalverkehr gewünschte Angebotsverbesserungen bzw. Mehrverkehre nicht ohne Weiteres umsetzbar sind.
Die Untersuchung zeigt kurz- bis mittelfristige Lösungsmöglichkeiten betrieblicher oder infrastruktureller Art zur Umsetzung der erforderlichen Angebotsverbesserungen auf.

In Bremen wird seit langem der Ausbau eines dritten Gleises im Bereich Bremen-Burg bis Bremen-Oslebshausen gefordert und die Ertüchtigung der Bahnstrecken um Bremen herum. Denn grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Schieneninfrastruktur im Knoten Bremen bereits so stark ausgelastet ist, dass zusätzliche Verkehre jeder Art negativ auf die Betriebsqualität im Knoten wirken. Zudem ist die Lärmbelastung auf der Strecke durch das Bremer Stadtgebiet inzwischen immens. Kapazitätsengpässe drohen bereits jetzt auf der Strecke Bremen – Verden sowie Rotenburg – Verden.
Das ist der weiteren Entwicklung des schienengebundenen Güterverkehrs von den Häfen in Bremerhaven ins Hinterland abträglich.

Es ist daher verwunderlich, wenn das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in einem Schreiben vom 6. November 2018 an die Abgeordneten der Regierungskoalition zu folgendem Ergebnis kommt: „Ein Ausbau der Strecke zwischen Bremerhaven, Bremervörde, Rotenburg und Verden weist derzeit noch keinen relevanten Nutzen auf […] Sofern die Kapazitäten des Knotens Bremen überschritten werden, erlangt das Projekt als Umfahrungsstrecke größeren Nutzen.“

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