Verkehr

 

Bessere Anbindung durch Bürgerbus-Angebote?


Straßenbahn, Bus, Fahrrad. Das sind die Verkehrsmittel, an die man meist zuerst denkt, wenn es darum geht, im städtischen Raum von A nach B zu kommen. Starre Fahrpläne im öffentlichen Verkehr, die sich in erster Linie am Schul- und Berufsalltag orientieren, lassen manchen Nutzer das System jedoch als unflexibel kritisieren, das zu wenig Rücksicht auf individuelle Bedürfnisse nimmt. Da bleibt für viele das Auto oder auch das Taxi eine bevorzugte Alternative.

Verkehr ist aber viel mehr: Zum Straßenbild gehören ebenso Fußgänger/-innen, Menschen mit Kinderwagen, mit Rollstühlen oder Rollatoren, mit Gepäck, Menschen auf Skates oder mit E-Rollern. Zeitgemäße Mobilität muss man also umfassender denken und Umwelt- und Klimaschutz gehören mittlerweile ins Zentrum der Verkehrsplanung. Der ÖPNV braucht daher kreative Ergänzungen, besonders in schlecht erschlossenen Quartieren oder in Randlagen.

Während die Hauptrouten in Bremen und Bremerhaven gut durch den ÖPNV erschlossen und vernetzt sind, mangelt es in den Randbereichen und in weniger urbanen Gebieten der Städte oft an einem attraktiven Angebot. Eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV-Angebot sind Bürgerbusse, die im Umland bereits in den Landkreisen Ammerland, Diepholz, Osterholz, Oldenburg, Rotenburg (Wümme), Verden und Wesermarsch verkehren. Die Bürgerbusse werden ehrenamtlich als Nahverkehrsangebot organisiert, um so Lücken im vorhandenen Netz auszugleichen. Wie ein Linienbus bedient der Bürgerbus Haltestellen nach einem festgelegten Fahrplan auf festgelegten Routen zum VBN-Tarif. Alle bereits vorhandenen Abfahrtszeiten und Linienverläufe sind mit dem VBN-Angebot abgestimmt. Bürgerbusse zeigen in etlichen Städten, dass neue – manchmal unkonventionelle – Maßnahmen zu einer sinnvollen Ergänzung der Verkehrsplanung im städtischen Raum und in Randlagen der Städte führen können.

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