Umwelt

 

Suche nach dem besten Standort für den Biomüll-Sammelplatz


In einem aktuellen Antrag hat sich die SPD-Fraktion in der Debatte um den geplanten Biomüll-Sammelplatz klar aufgestellt: „In unseren Augen kann es nicht angehen, dass dieser Sammelplatz, von dem aus der Biomüll dann weiter nach Bohmte gefahren werden soll,  ausgerechnet in einem ohnehin benachteiligten Quartier entstehen soll“, betont die örtliche SPD-Abgeordnete Petra Krümpfer.

Die Erwartung der Fraktion ist daher, dass der Bremer Biomüll künftig dort zwischengelagert und letztlich abtransportiert wird, wo er auch bisher weiterverarbeitet wurde: an der Blocklanddeponie.

„Ich fand es sehr gut, dass Remondis auf die Proteste der Bürger vor Ort schnell reagiert hat, als noch Woltmershausen als Standort für den Biomüll-Sammelplatz im Gespräch war. Diese Einsicht muss sich auch bei dem jetzt geplanten Standort im Bremer Westen durchsetzen – denn deutlicher Protest ist auch an diesem Ort programmiert“, sagt Krümpfer. Sie hofft, dass sich sowohl Remondis als Unternehmen, das künftig für die Biomüll-Entsorgung zuständig sein wird, als auch die Firma Nehlsen, die damit bisher betraut war,  ihrer Verantwortung bewusst sind: „Auch wenn der in Oslebshausen geplante Sammelplatz rechtlich wohl nicht zu beanstanden ist, setzen wir darauf, dass unter Vermittlung des Senats Gespräche mit dem bisherigen Biomüll-Entsorger Nehlsen geführt werden, sodass dessen bisherige Fläche zur Bearbeitung des Biomülls auch zukünftig durch den neuen Entsorgungsdienstleister genutzt werden kann. Es kann weder im Interesse des neuen noch des bisherigen Entsorgungsbetriebs sein, die Menschen gegen sich aufzubringen“, so Krümpfer.

Sollten diese Gespräche dennoch nicht zum Erfolg führen, fordert die SPD-Fraktion, dass der Senat den neuen Biomüll-Entsorger bei der Suche nach einer entsprechenden Gewerbefläche außerhalb Bremens an der Fahrtstrecke nach Bohmte nach Kräften unterstützt.

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