Arbeit und Wirtschaft

 

Bosch muss Verantwortung für Mitarbeiter übernehmen


„Nein, es reicht nicht, den Abbau von zwei Dritteln der Arbeitsplätze als Zukunftsperspektive für das Bremer Bosch-Werk zu verkaufen, wie es die PR-Abteilung des Konzerns tut“, kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Reinken, die gestern von Bosch angekündigte Verlagerung der Fertigung mechanischer Lenksäulen in französische und ungarische Bosch-Werke.

Für Reinken steht fest: „Auch ein Konzern wie Bosch hat Verantwortung für seine Mitarbeiter – und für die Region. Lapidar anzukündigen, dass von bislang 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Ende nur 150 bleiben können, wird dieser Verantwortung nicht gerecht. Wir erwarten, dass ernsthaft über Alternativen verhandelt wird. Bremen ist ein äußerst erfolgreicher Automotive-Standort – auch deshalb ist unverständlich, warum das hiesige Bosch-Werk nun offenbar auf eine Restgröße zusammengeschrumpft werden soll.“

„Die Entscheidung, künftig am Standort Bremen in die Entwicklung und Fertigung elektrischer Lenksäulen einzusteigen, ist durchaus nachvollziehbar und positiv. Dass das Bremer Werk dadurch allerdings offenbar nur noch eine Art verlängerte Werkbank werden soll, ist es nicht“, betont Reinken und kündigt an:  „Wir werden jetzt  das Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, mit der Geschäftsführung und mit dem Arbeits- und Wirtschaftsressort suchen. Diese Konzernentscheidung muss überdacht wird.“

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