Bildung

 

Bredehorst: Keine Präsenzpflicht und offene Schulen sind der richtige Weg


Am heutigen Freitag hat der Bremer Senat die neue Corona-Verordnung vorgelegt und die Beschlüsse der letzten Ministerpräsident*innenkonferenz (MPK) umgesetzt. Im Anschluss tagt nun der Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss der Bremischen Bürgerschaft. Nebst einer Verlängerung des aktuellen Lockdowns sollen neue Regelungen für die Schulen im Bundesland beschlossen werden. Demnach bleibe die Präsenzpflicht bis zum Monatsende aufgehoben, Schüler*innen von Klasse 1 bis 6 werde der Präsenzunterricht empfohlen. Für Schüler*innen der Klassen 7 bis 9 sei der Unterricht in Halbgruppen angedacht. Für Abschlussklassen werde das Präsenzangebot an den Schulen ausgeweitet.

Gönül Bredehorst, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, kommentiert die neuen Regelungen: „Bremens Weg ist kein neuer Sonderweg, sondern die Fortführung des im Dezember eingeschlagenen Fahrplans. Jede Landesregierung handelt nun so, wie sie es für die Situation in ihrem Bundesland für angemessen hält – dies wurde während der MPK so festgelegt. Von einem Sonderweg Bremens zu sprechen, halte ich angesichts der etlichen weiteren ‚Sonderwege‘ der Länder also für undifferenziert und falsch. Deutlich wird dabei, dass die Senatorin für Kinder und Bildung einen ausgewogenen Ansatz verfolgt, um allen Bedürfnissen gleichermaßen gerecht zu werden. Denen der Kinder, die ein Recht auf Bildung und gleichaltrige soziale Kontakte in einer kontrollierten Umgebung wie Schulen haben, und denen der Eltern, die besorgt sind und ihr Kind nicht in die Schule schicken wollen. Daher ist es richtig, die Präsenzpflicht auszusetzen, die Schulen und Kitas aber offenzuhalten.

Es muss noch einmal verdeutlicht werden: Sowohl Präsenz- als auch Distanzunterricht unterliegen natürlich weiterhin den gleichen Qualitätsstandards. Und den Abschlussjahrgängen wird mit Blick auf die sehr schwierige Lernsituation der letzten Monate entgegengekommen. Denn die Abschlussprüfungen werden vom Umfang her reduziert – nicht aber in ihren Standards.“

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