Ermittlungen gegen Bremer Bäder


Güngör: „Das Fass ist jetzt übergelaufen“

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion will angesichts der jüngsten Vorwürfe gegen die Bremer Bäder GmbH, dass Geschäftsführerin Martina Baden ihr Amt bis auf Weiteres ruhen lässt.

Sozialsenatorin Anja Stahmann sei nach einer ganzen Serie von Kritikpunkten gegen die Geschäftsführung gefordert, „nicht weiter tatenlos zuzusehen, wie die Situation offenbar immer weiter eskaliert“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Mustafa Güngör.

„Bis zum Abschluss der Ermittlungen kann es nicht einfach so weitergehen, das ist doch wohl klar.“ Anlass sind aktuelle Medienberichte über mutmaßliche Schlampereien bei der Sanierung des OTe-Bades in Osterholz. Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft nun gegenüber der Geschäftsführung wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Chemikaliengesetz im Blick auf die Instandsetzung des Bades im Jahr 2021.

Bereits damals wurden von Nutzern Vorwürfe laut, während der Sanierung in den Duschen und einem Vorraum asbesthaltigen Stoffen ausgesetzt gewesen zu sein. Güngör erläuterte, inzwischen mehrten sich tatsächliche zahlreiche Fehlleistungen in der Betriebsführung gepaart mit Vorwürfen mangelnder Führungsfähigkeit gegenüber der Mitarbeiterschaft über Jahre hinweg.

Mit den aktuellen strafrechtlichen Ermittlungen sei „das Fass jetzt übergelaufen“, so der Fraktionschef. „Die unlängst angekündigte Mitarbeiterbefragung bei den Bädern kann nicht mehr allein ausschlaggebend sein, wie es mit der Zukunft der Geschäftsführung weitergeht.“

 

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