Kinder und Bildung

 

Bildungsbereich mit mehr Geld auszustatten


Zu den gestern bekannt gewordenen Ergebnissen des IQB Bildungsvergleichs erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Mustafa Güngör: „Das schlechte Abschneiden Bremens bestätigt die Planungen für den anstehenden Doppelhaushalt: es ist absolut richtig und erforderlich, den Bildungsbereich mit deutlich mehr Geld auszustatten.

Güngör: „Das schlechte Abschneiden der Bremer Grundschulen spiegelt nahezu direkt die gesellschaftliche Situation, gerade in den sogenannten benachteiligten Stadtteilen, wider. Deshalb müssen wir insbesondere in diesen Quartieren für eine bessere personelle Ausstattung sorgen. Zudem braucht es zusätzliche Angebote für verhaltensauffällige SchülerInnen sowie für SchülerInnen bei denen Sprachförderbedarf besteht. Wir als SPD-Fraktion werden prüfen, ob in den jetzigen Haushaltsberatungen zusätzliche Mittel für derartige Projekte freigemacht werden können.“

Für den Sozialdemokraten steht fest: „Wir brauchen eine echte Qualitätsoffensive. Die Weiterentwicklung des LIS und der Schulaufsicht zu einem Institut für Qualitätsanalyse und -verbesserung ist dabei nur einer von vielen Schritten. Wir müssen dieses Thema gemeinsam mit allen Akteuren angehen – daher ist es absolut richtig, dass die Bildungssenatorin angekündigt hat, sich u.a. mit dem Bremer Bündnis für Bildung, allen Initiativen und Ideen, die hilfreich sein können, um die Situation zu verbessern, auseinanderzusetzen. Darüber hinaus muss auf die Erfahrungen in den Bundesländern, die besser abgeschnitten haben, aufgebaut werden – auch indem dort direkt nach Hilfe bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen gefragt wird.“

Der Senat und insbesondere das Bildungsressort seien dabei schon im Vorfeld der aktuellen Vergleichsstudie auf einem guten Weg gewesen – nicht nur die zusätzlichen Millionen für den Bildungsbereich seien ein Beleg dafür, so Güngör. Angesichts des Fachkräftemangels stoße man allerdings an Grenzen, die mit Geld allein nicht zu überwinden seien.

Güngör: „Spätestens ab 2020 müssen die Bremer Ausbildungskapazitäten für angehende Lehrerinnen und Lehrer drastisch erhöht werden. Zudem müssen wir Anreize für Lehrerinnen und Lehrer schaffen, um eine Arbeitsaufnahme in Bremen und insbesondere an Brennpunktschulen attraktiver zu machen. Angesichts des immer stärker werdenden Fachkräftebedarfs, sollte neben der unbedingt erforderlichen Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung an Brennpunktgrundschulen, auch generell eine Besoldungsverbesserung und eine Reduzierung der allgemeinen Unterrichtsverpflichtung für Grundschullehrer in Erwägung gezogen werden und aktiv in anderen Bundesländern um Lehrkräfte geworben werden“, so Güngör.

Darüber hinaus sei klar, dass Bildung mittel- und langfristig das Zukunftsthema für Bremen sei: „Das Ziel muss sein, möglichst zeitnah an die Schüler-Bildungsausgaben der übrigen Stadtstaaten anzuschließen.“

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