Wohnraum für Studierende

 

Übergangswohnheim „Blaues Dorf“ doppelt nutzen?


Das Übergangswohnheim „Blaues Dorf“ in Grohn gilt als besonders gelungenes Bespiel für behördliches und bürgerliches Engagement bei der Flüchtlingsbetreuung in der Folge der großen Flüchtlingsbewegung 2015 und der sozialen Integration Es wurde 2014 auf dem ehemaligen Areal der Norddeutschen Steingut errichtet und liegt somit in einem Gewerbegebiet. Die Ausnahmegenehmigung vom Bebauungsplan, die das Wohnen auf diesem Gebiet gestattet, läuft Ende 2019 aus. Das heißt, dass das Übergangswohnheim 2019 geräumt werden muss, wenn der Bebauungsplan nicht geändert wird.

Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Studierenden gibt es seitens der JUB ein großes Interesse, ihr Wohngelände zu erweitern und möglicherweise weitere Studierendenwohnheime auch auf dem Gelände zu errichten, auf dem jetzt das Blaue Dorf steht. Von der „Willkommensinitiative Vegesack“, die seit mehreren Jahren mit der Jacobs Universität bei der Betreuung der Flüchtlinge im Blauen Dorf gut zusammenarbeitet, wird nun eine Doppelnutzung des Containerdorfes sowohl für geflüchtete Menschen als auch für Studierende vorgeschlagen, die aus der Sicht der Willkommensinitiative mehrere Vorteile für beide Seiten hätte: a) ein besonderes soziales Ensemble bliebe erhalten; b) das gemeinsame Wohnen, einmalig in Bremen, würde einen weiteren Beitrag zur besseren Integration von Geflüchteten leisten; c) die Doppelnutzung würde eine flexible Reaktion auf Zahlen von Geflüchteten und andererseits auf sich verändernde Erstsemesterzahlen bei der JUB ermöglichen; d) qualitativ gute Wohncontainer blieben in Funktion und würden damit sinnvoll weiter genutzt.

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