Bremer City

 

Bremens Innenstadt zukunftsorientiert entwickeln!


In der Bremer Innenstadt gibt es eine hohe Dynamik und große Aufbruchsstimmung. Bedeutende private Investitionsvorhaben wurden realisiert (Bremer Landesbank, Volksbank) oder befinden sich in Bau (City Gate, August-Kühne-Haus, Atlantik Grand Hotel). In Vorbereitung sind der Neubau des Johann-Jacobs-Hauses, die Umnutzung der Stadtwaage in Verbindung mit Überlegungen zur Neuausrichtung des Kontorhauses sowie der Wiederaufbau des Geschäftshauses am Wall (ehemals Harms). Der Lloydhof steht vor einem umfassenden Refurbishment und auch die Erneuerung des GEWOBA-Hochhauses, der geplante Fernbus-Terminal, die Initiative zur Umgestaltung des Domshofes. sowie mehrere Sanierungs- und Wohnungsbauvorhaben belegen die große Entwicklungsdynamik. Damit sind wichtige Projekte des Konzeptes „Bremen Innenstadt 2025“ bereits realisiert, in der Umsetzung oder der konkreten Planung.

Die zentralen und für die Bremer Innenstadt einschneidenden Vorhaben stehen jedoch erst am Anfang der Planung und Entwicklung. Die Ideen und Vorschläge der Zech-Gruppe zur Umgestaltung des Innenstadtkerns können der entscheidende Schritt sein, um die großen Warenhäuser und die Innenstadt grundlegend zu modernisieren und fit zu machen für die Anforderungen der Zukunft.

Die Projekte bieten die Perspektive, die Bremer Innenstadt als Einkaufs-, Arbeits-, Wohn- und Erlebnisort attraktiv zu gestalten und grundlegend neu zu erfinden. Die bereits im Konzept „Bremen Innenstadt 2025“ benannten Kernthemen wie bisher fehlende Rundläufe, erforderliche Verkaufsflächenzuwächse, neue und moderne Angebotsformen im Einzelhandel und eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität können zielgerichtet verfolgt werden.

Die Weiterentwicklung der Innenstadt ist daher ein zentrales Zukunftsprojekt für die Wachsende Stadt Bremen. Die Anziehungskraft einer Innenstadt mit der Mischung aus Weltkulturerbe, Schnoorviertel, Wallanlagen, Weser und attraktiven Potentialen für Einzelhandel und Gewerbe geht weit über die Entwicklung eines Stadtteils hinaus. Die sich bietenden Chancen sind daher konsequent im gesamtstädtischen Interesse zu nutzen, ohne dabei die öffentlichen Interessen aus dem Auge zu verlieren.

Die Unterstützung der privaten Projekte stellt besondere Anforderungen an die Verwaltung. Dabei geht es um städtebauliche Qualifizierung, notwendige Verkehrsplanungen, die Koordination der unterschiedlichen Bauvorhaben und, wie bei der seinerzeit erfolgreichen „Buddelkampagne“, um ein begleitendes Marketing, denn die vielen Baustellen werden zunächst auch zu Belastungen führen. Die Initiative der Zech-Gruppe für eine Neuordnung der zentralen Immobilien und Warenhäuser der City braucht für ihren Erfolg das gemeinsame Handeln von Handelsunternehmen, Immobilien-Eigentümern und der Stadt als Eigentümerin der Parkhauses Mitte. Es zeichnet sich ein Zeitfenster ab, in dem die Beteiligten alte Blockaden überwinden können, um einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Gestaltung des Strukturwandels in der Bremer Innenstadt zu leisten. Die Stadt muss alles daran setzen, die planerischen und organisatorischen Voraussetzungen sorgfältig und mit großem Tempo zu schaffen.

Vor diesem Hintergrund möge die Stadtbürgerschaft beschließen:

I.    Die Stadtbürgerschaft nimmt das unternehmerische Engagement an vielen Stellen der Innenstadt als Ausdruck einer lebendigen Stadtgesellschaft erfreut zur Kenntnis.

II.    Die Stadtbürgerschaft fordert den Senat auf, die unternehmerischen Planungen mit eigenen Ideen und Konzepten begleitend zu unterstützen und stellt diesbezüglich fest:

a)    Es ist im Interesse der City als Ganzes, die Potentiale der Obernstraße, der Sögestraße, der Knochenhauerstraße und des Hanseatenhofs in die Planung einzubeziehen und die Entstehung neuer Rückseiten und Sackgassen zu vermeiden.
b)    Es zeichnet sich ab, dass dieses Projekt eine beachtliche Zahl weiterer Investitionen in seiner Nachbarschaft anstößt. Es findet also nicht alles auf dem privaten Grundstück der großen Investoren statt. Es bedarf einer klugen Koordination und Vermittlung zwischen den verschiedenen Akteuren. Dafür müssen geeignete Strukturen und Formate gefunden werden.
c)    Die Neuordnung des ruhenden Verkehrs und die Ausweitung der Fußgängerzonen hängen eng zusammen. Die dafür nötigen Konzepte sind rasch zu entwickeln.
d)    Es bietet sich eine große Chance, auch auf dem Feld City-Logistik in der Innenstadt einen entscheidenden Schritt voranzukommen.

III.    Besondere Bedeutung misst die Stadtbürgerschaft in diesem Zusammenhang bei:

a)    dem Parkraumbewirtschaftungskonzept für die Innenstadt.
b)    einem geeigneten Vergabeverfahren für die Veräußerung des Parkhauses Mitte, das die Aufwertung des Innenstadtkerns unterstützt.
c)    der Entwicklung einer Marketingstrategie zur Begleitung der verschiedenen Projektentwicklungen.
d)    einer Zusammenarbeit mit den Einzelhändlern bei der Bewältigung der Herausforderung durch zunehmende Digitalisierung und neuer Vertriebsstrukturen im Einzelhandel.
e)    einem Konzept zur weiteren Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.
f)      einem Nachfolgeprojekt für das Citylab, um in der Innenstadt auch weiterhin Räume für Neues und Experimentelles anbieten zu können.

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