Sport & Digitalisierung

 

E-Sport offiziell als Sportart anerkennen?


E-Sport erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Im Jahr 2018 verfolgten fast 400 Millionen ZuschauerInnen weltweit Wettkämpfe mit Computerspielen. In Deutschland schauen laut Angaben des Verbands der deutschen Games-Branche rund 11 Millionen Personen regelmäßig E-Sport-Wettkämpfe per Stream. In Zeiten der Corona-Pandemie können der E-Sport und das Verfolgen der Wettkämpfe über das Internet eine Alternative zu ausfallenden sportlichen Großereignissen bieten.

Bislang wird E-Sport nur in wenigen Ländern offiziell als Sport anerkannt. Die Folge ist, dass professionelle E-SportlerInnen zum Beispiel keine vereinfachten Visa für Trainings oder Turniere erhalten. Die Diskussionen darüber, ob E-Sport als Sport anerkannt werden sollte, gehen teils weit auseinander. Während einige WissenschaftlerInnen in Deutschland darauf hinweisen, dass E-SportlerInnen ähnlichen motorischen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind wie Spitzensportler*innen, sprechen sich andere WissenschaftlerInnen dagegen aus, E-Sport als Sportart anzuerkennen und der Deutsche Olympische Sportbund  lehnt gar die Verwendung des E-Sport-Begriffes konsequent ab und wählt stattdessen die nicht-sportbezogene Bezeichnung eGaming. Die derzeitige Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat sich in ihrer Koalitionsvereinbarung aus 2018 dafür ausgesprochen, dass E-Sport als Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkannt werden sollte. Zudem will sie die E-Sport-Landschaft bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.

Teilen via:
FacebookTwitter