Integration

 

Deutschland braucht ein Einwanderungsgesetz


Die alternde Gesellschaft und der Fachkräftemangel lassen keine Zweifel mehr: Deutschland ist langfristig auf Einwanderung angewiesen. Doch die aktuell gültigen Regelungen für Fachkräfte sind viel zu kompliziert, unübersichtlich und erschweren die Einwanderung von Familien. Das Ziel, in Zukunft den Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Deutschland zu decken, hat sich auch die Bundesregierung gesetzt. Mitte August dieses Jahres hat das Bundesinnenministerium in einem Eckpunktepapier mögliche Regelungen für ein Einwanderungsgesetz vorgelegt. Allerdings greift es in vielerlei Hinsicht zu kurz.

Ein modernes Einwanderungsrecht soll insbesondere auch Regelungen beinhalten, die es bereits in den deutschen Arbeitsmarkt integrierten Menschen erlaubt regulär zu bleiben, auch wenn ihr Asylantrag abgelehnt wurde (so genannter „Spurwechsel“).

Keine Aussagen macht das Eckpunktepapier auch zur Frage der Bildungsmigration, die, neben der individuellen Bedeutung für die Betroffenen ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung von Fluchtursachen und für die Entwicklungshilfe Deutschlands ist.

Die bloße Beschränkung des Eckpunktepapiers auf Veränderungen im Aufenthaltsrecht reicht heutzutage nicht aus, stattdessen sind sozial-, integrations- und familienpolitische Regelungen notwendig, die Deutschland als Einwanderungsland erfolgreich werden lassen.