Stadtentwicklung

 

Libeskind-Entwurf: Ein guter Anfang ist gemacht!


Heute wurde der Entwurf für die zukünftige Bebauung des Sparkassen-Areals am Brill der Öffentlichkeit vorgestellt. „Dieser Entwurf bietet eine sehr gute Grundlage für die weitere Diskussion, die nun stringent zur Entscheidung geführt werden sollte. Jetzt ist es an der Zeit, dass neben dem bereits angekündigten Gestaltungsbeirat auch die Stadtgesellschaft und die Politik ihre Erwartungshaltungen an die Investoren formulieren“, so das Fazit des SPD-Fraktionsvorsitzenden Björn Tschöpe.

Die Erwartungen der SPD seien dabei klar, betont Tschöpe: „Das Bauvorhaben muss auch einen Beitrag dazu leisten, dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die Innenstadt beleben. Die Ideenskizze von Libeskind bietet dafür mit dem vorgesehenen Mix aus Wohnungen für Senioren und Studierende auf der einen sowie Hotels, Büros und Flächen für Kultur, Konsum und Erholung auf der anderen Seite viele Ansätze.“

„Wie schaffen wir dort Wohnraum, wie beleben wir diesen bisherigen Randbereich der Innenstadt? Diese Fragen und nicht in erster Linie die Höhe der geplanten Gebäude müssen jetzt im Mittelpunkt der Diskussion stehen,“ betont Tschöpe und ergänzt: „Wie hoch ist zu hoch? Zu dieser Frage gibt es in Bremen keine aus objektiven Erwägungen ableitbaren Regeln. Für mich steht fest: Wenn dadurch mehr bezahlbarer Wohnraum und mehr Wohnungen für Studierende geschaffen werden können, kann die Spitze des Doms diesen gesellschaftlichen Zielen nicht entgegenstehen.“

Klar sei allerdings, dass es für den Bau – trotz des bekannten Namens des Architekten – keine Sonderregeln geben dürfe: „Das Bauvorhaben muss im üblichen Verfahren unter Beteiligung von Bürgern und Politik entwickelt werden. Dabei, und auch bei der Finanzierung, dürfen keine Extrawürste gebraten werden. Völlig klar ist: Die entstehende Verkehrs- und Parkraumsituation muss gelöst, die Sozialwohnungsquote beachtet und der Bau ohne öffentliche Quersubventionierung errichtet werden. Der heute präsentierte Entwurf macht insgesamt aber eines deutlich: Ein guter Anfang ist gemacht!“, so Tschöpe abschließend.

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