Leben im Alter

 

Fachkräftesicherung in der Altenpflege


Zusätzliche Mittel in Höhe von 220.000 Euro pro Jahr sollen den Senat in die Lage versetzen, entweder ein Sonderprogramm zur Altenpflege für in den Arbeitsmarkt zu integrierende besondere Gruppen aufzulegen oder im Rahmen der Bremer Pflegeinitiative begleitende Maßnahmen durchzuführen, um die vorhandenen Plätze vollständig zu besetzen.

Auf dem Arbeitsmarkt ist die Nachfrage nach Pflegefachkräften seit Jahren hoch, und offene Stellen im Gesundheitssektor lassen sich zunehmend schwerer besetzen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen zu. Verschiedene Prognosen zum Bedarf gehen alle in die gleiche Richtung: Es wird einen zusätzlichen Bedarf an Pflegekräften geben, nach Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung aus dem Jahr 2012 liegt er bei rund einer halben Million zusätzlicher Fachkräfte bis zum Jahr 2030. Für Bremen ergibt sich daraus ein rechnerischer Bedarf von über 4.000 zusätzlichen Pflegekräften, sowohl in der Altenpflege als auch in der Krankenpflege, sowohl Hilfs-, wie auch Fachkräfte. Ausgeschriebene Stellen in der Altenpflege auf dem ersten Arbeitsmarkt werden derzeit durchschnittlich erst nach über 180 Tagen besetzt.

Zurzeit gibt es in Bremen 250 Erstausbildungsplätze für Altenpflegerinnen und Altenpfleger. Leider können mangels Nachfrage nicht alle diese Plätze besetzt werden. Hinzu kommen Umschulungen des Job-Centers, in denen ca. 40 Auszubildende qualifiziert werden. Eine rein mit Haushaltsmitteln finanzierte Erhöhung der Erstausbildungsplätze scheint zurzeit nicht geeignet, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, da es zu wenig Nachfrage für diese Ausbildungsplätze gibt.

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