Finanzen

 

Gebührenbefreiung bei der Suche nach Knochenmark- und Blutstammzellenspendern


Etwa alle 45 Minuten wird in Deutschland eine Leukämie-Erkrankung festgestellt, die häufigste Krebserkrankung unter Kindern und Jugendlichen. Bei Leukämien und anderen schweren Erkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems ist eine Stammzellspende eines „genetischen Zwillings“ häufig die letzte Überlebenschance. Daher ist es für eine erfolgreiche Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation unerlässlich, passende Spender*innen zu finden.

Alleine DKMS verzeichnete für das Jahr 2019 Neuregistrierungen von über 255.000 Menschen. Diese Spender*innen stehen jetzt der weltweiten Suche zur Verfügung, um betroffenen Patient*innen auf der ganzen Welt eine zweite Chance auf Leben zu schenken. Denn nur wer sich registrieren lässt, kann auch als Spender*in gefunden werden.

Bei der Suche nach passenden Stammzellspender*innen ist die Zeit für die Patient*innen oft sehr knapp, daher zählt jede Sekunde. Eine wichtige Voraussetzung für die Suche nach Spender*innen ist daher eine schnelle Kontaktaufnahme. Basis hierfür sind die Knochenmark- und Stammzellenregister, die von „Registerunternehmen“ angelegt und geführt werden. Bei der Kontaktaufnahme mit Spender*innen stellt sich häufig heraus, dass eingetragene Spender*innen versäumt haben ihre Adressänderungen mitzuteilen. Bei der Aufsuchung der neuen Adressen der Spender*innen wird bei den Einwohnermeldeämtern nachgefragt, hierfür werden Gebühren erhoben. Da der Aufbau, die Registrierung sowie die erforderliche Untersuchung der Spender*innen hauptsächlich über Spendengelder finanziert werden, würde ein Verzicht auf Meldeauskunftsgebühr bei Suchanfragen nach Spender*innen eine hilfreiche Unterstützung darstellen.

Teilen via:
FacebookTwitter