Stadtentwicklung

Helenenstraße sicherer und sauberer gestalten

 

Helenenstraße: Es geht um mehr, als den Abriss einer Mauer


Um für mehr Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen, soll die Mauer fallen – und die Helenenstraße hin zur Straße „Vor dem Steintor“ geöffnet werden. Diese Idee wird seit einigen Wochen öffentlich diskutiert. Die SPD-Fraktion hat zu diesem Thema heute eine Kleine Anfrage an den Senat gerichtet. „Wir glauben, ein einfaches ‚die Mauer muss weg‘ allein wird kaum etwas an den Problemen im Umfeld dieser besonderen Straße ändern“, erklärt dazu der Sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion, Jürgen Pohlmann.

Ziel sei dabei nicht etwa, die Sexarbeiterinnen aus der Helenenstraße zu verdrängen. „Es geht uns darum, diesen auch heute noch tabuisierten und durch die Mauern quasi unsichtbaren Teil des Viertels städtebaulich aufzuwerten und dabei auch auf eine Verbesserung der Wohn- und Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen hinzuwirken“, so der Sozialdemokrat.

Pohlmann: „Wir müssen beispielsweise darüber nachdenken, ob die Helenenstraße als Gebiet für städtebauliche Sanierungsmaßnahmen festgelegt werden soll – und dabei auch darüber nachdenken, ob und wie sich die Immobilieneigentümer an der Aufwertung der Straße beteiligen wollen und können.“ Letztlich gehe es darum, eine stadtentwicklungspolitische Konzeption für die wohl bekannteste Sackgasse des Viertels zu entwickeln. „Wie lässt sich kurzfristig – etwa durch eine Veränderung der Beleuchtung, durch eine Optimierung der Müllentsorgung und Straßenreinigung oder andere Maßnahmen – die Arbeitssituation der dort tätigen Frauen verbessern? Soll die Straße, wie teilweise schon geschehen, ergänzend auch für die Wohnnutzung zur Verfügung stehen? Wie lassen sich der örtliche Beirat, die Immobilienbesitzer aber auch die Sexarbeiterinnen selbst in die Diskussion über die Zukunft der Helenenstraße einbinden? Mit unserer Kleinen Anfrage wollen wir eine Diskussion um genau diese und weitere Fragen anstoßen“, erklärt Pohlmann.

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