Arbeit

 

Heritani, Wagner & Schiemann: Reaktionen zum DGB-Ausbildungsreport


Der Deutsche Gewerbschaftsbund (DGB) hat heute seinen Ausbildungsreport für Niedersachsen und Bremen vorgestellt und dabei drei wichtige Forderungen nach einem Ausbildungsfonds, bezahlbaren Wohnmöglichkeiten für Auszubildende und nach einem Azubi-ÖPNV-Ticket formuliert.

 

So äußert sich Jasmina Heritani, SPD-Sprecherin für Arbeit, Berufliche Bildung, Erwachsenenbildung und Weiterbildung: „Gerade in Zeiten wie diesen ist es ungemein wichtig, jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen und ausbildende Betriebe zu unterstützen. Wir müssen mit aller Kraft verhindern, dass die Corona-Pandemie eine ‚verlorene Generation‘ hervorbringt. Daher bin ich froh, dass Bremen in den letzten Monaten viel für Auszubildende tun konnte: Von der Garantie, die begonnene Ausbildung auch abschließen zu können, falls der Ausbildungsbetrieb insolvent gehen sollte, über die Ausweitung der Ausbildungsplätze im Öffentlichen Dienst bis hin zur Bildung von außerbetrieblichen Ausbildungsverbünden wurde einiges in Gang gesetzt, um in die Zukunft junger Menschen zu investieren. Denn wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte für unsere Bremer Unternehmen, um die Krise gut zu überwinden. Und diese Anstrengung muss von vielen Schultern getragen werden, weswegen wir schon länger eine Ausbildungsumlage befürworten. Denn ausbildende Betriebe sollten keinesfalls Verlust machen, wenn sie sich dafür entscheiden, ihre Zeit, ihr Können und ihr Wissen in einen jungen Menschen zu investieren und dieser dann an ein anderes, nicht ausbildendes Unternehmen verloren geht.“

Falk Wagner, Sprecher für Bau, Wohnen und Stadtentwicklung, sagt zur Forderung nach bezahlbaren Wohnmöglichkeiten für Auszubildende: „Die vom DGB erhobenen Zahlen belegen noch einmal den überragenden Wunsch junger Menschen nach einer ersten eigenen Wohnung. Dabei geht es um mehr als ein Dach über dem Kopf – es geht um einen wichtigen Schritt zur Selbstständigkeit. Nicht zuletzt besteht zudem bei vielen jungen Menschen der Wunsch, in der Stadt zu wohnen – oder einfach näher am Ausbildungsort, um lange Pendelwege zu vermeiden. Für Studierende gibt es in diesem Bereich seit Jahrzehnten etablierte Wohnheimstrukturen, für Azubis ist dies allerdings nicht der Fall. Es ist ein Systemfehler, dass diese Strukturen für junge Menschen in Ausbildung noch immer fehlen. Wir als SPD-Fraktion werden uns deshalb weiterhin dafür stark machen, dass in Bremen ein Azubi-Wohnheim entsteht. Denn auch Bremen wird davon profitieren: Ein solches Azubi-Wohnheim bietet uns die Chance, junge, talentierte Einwohner*innen zu gewinnen und schlussendlich auch an den Wirtschaftsstandort Bremen zu binden.“

Anja Schiemann, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, kommentiert die Forderung des DGB nach einem Azubi-Ticket: „Wir haben schon im Koalitionsvertrag festgehalten: Wir wollen eine ÖPNV-Ticketlösung für Azubis, Bundesfreiwilligendienstleistende und Schüler*innen, die für alle einfach und bezahlbar ist. Dazu stehen wir weiterhin, auch aus Gründen des Klimaschutzes. Und wir kommen diesem Ziel immer näher. Denn unser Vorhaben, das 25 Euro-Stadtticket auf ebenjene Gruppen auszuweiten, geht in den Zieleinlauf. So können wir das Ticket wahrscheinlich im Laufe des Jahres 2021 umsetzen und viele vor allem junge Menschen dadurch finanziell entlasten.“

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