Kultur

 

Inklusive Kulturpolitik in Bremen


Die 2008 in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) schreibt in Artikel 30 Absatz 2 fest, dass alle Vertragsstaaten – somit auch Deutschland – geeignete Maßnahmen zu treffen haben, Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, „ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft“.

Aus der juristischen Perspektive betrachtet, muss Kulturpolitik also inklusiv ausgerichtet sein. Doch auch gesellschafts- und kulturpolitisch sollte die chancengerechte Teilhabe am kulturellen Leben von Menschen mit Behinderung selbstverständlich sein. Dabei geht es sowohl um eine barrierefreie Kultur- und Kunstrezeption, als auch um die aktive Teilhabe von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung sowie um Positionen und Funktionen „hinter den Kulissen“ in Kultureinrichtungen. In Kultureinrichtungen tätige Menschen mit Behinderung sind wichtige Impulsgeber für unsere Gesellschaft. Sie können neue Darbietungs- und Ausdrucksformen hervorbringen und andere Perspektiven einnehmen. Zudem ist die in Museen, Ausstellungen oder auf Bühnen dargebotene Kunst ein Spiegel der demokratischen Verfasstheit unserer Gesellschaft. Nur wenn alle Menschen eine Chance auf Partizipation haben, kann die gesellschaftliche Vielfalt sichtbar werden. Daher möchten wir für Menschen mit Behinderung den Zugang zum öffentlichen Kulturleben und zu Darstellungsmöglichkeiten als Künstlerin oder Künstler sicherstellen.

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