WIDER DAS VERGESSEN

 

Es darf kein Vergessen geben!


Heute vor 74 Jahren wurden die letzten Insassen des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Zwischen 5,5 und 6,3 Millionen Menschen jüdischen Glaubens wurden hier und andernorts während des Holocaust durch Nationalsozialisten ermordet.

Dazu Antje Grotheer, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Internationales der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs und insbesondere die Systematische Ermordung von Millionen Menschen jüdischen Glaubens in ganz Europa durch die Nationalsozialisten sind das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Angesichts dessen sind die heute guten Beziehungen zwischen Deutschland und Israel keine Selbstverständlichkeit, sondern ein unverzichtbares Zeichen der Völkerverständigung. Es darf kein Vergessen geben – das Erinnern an die schrecklichen Taten, die von Nationalsozialisten verübt wurden, bleibt gerade angesichts des europaweit wiederaufkeimenden Antisemitismus Mahnung und Verpflichtung. Auch in Bremen. Die Bürgerschaft hat sich daher erst kürzlich ein weiteres Mal eindeutig positioniert: Wir werden Antisemitismus im Land Bremen auch in Zukunft entschlossen bekämpfen.“

Dazu gehöre, dass die Erinnerung an sowie die Auseinandersetzung mit den Verbrechen, die Deutsche während des Nationalsozialismus begangen haben, ein klarer Auftrag der politischen Bildung seien. Antje Grotheer: „Ich freue mich, das Bremen dieses Ziel durch die Ende des vergangenen Jahres vereinbarte Zusammenarbeit mit der International School for Holocaust Studies im schulischen Bereich noch einmal unterstrichen hat. Ziel dabei ist es, das gegenseitige Verständnis sowie die Fortbildung von und den Dialog zwischen deutschen und israelischen Lehrerinnen und Lehrern zu erleichtern. Aber dabei soll es aus unserer Sicht nicht bleiben. Deshalb setzt sich die SPD-Fraktion dafür ein, dass die Kooperationsvereinbarung mit der Schule der Internationalen Gedenkstätte Yad Vashem auch auf andere Berufsgruppen – etwa Polizei, Justiz und öffentliche Verwaltung – ausgeweitet wird.“

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