Gesundheit

 

Kohlenmonoxid-Vergiftung in Shisha-Bar in Bremen


Es ist nicht das erste Mal, dass es im Land Bremen zu einer gesundheitsgefährdenden Kohlenmonoxid-Konzentration in einer Shisha-Bar kam – aber der aktuelle Fall sticht durch die hohe Zahl der Betroffenen heraus: In Bremerhaven-Lehe haben sich am Wochenende mehrere Besucher einer Shisha-Bar eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zugezogen. Insgesamt 32 Personen mussten ärztlich versorgt werden, 16 von ihnen mussten im Krankenhaus weiterbehandelt werden.

„Shisha-Bars brauchen klare Standards, die sicherstellen, dass es nicht zu derartigen Gesundheitsbedrohungen kommt“, betont der örtliche SPD-Abgeordnete Holger Welt. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion hat daher heute beschlossen, diese Problematik zum Thema in der Fragestunde des Parlaments zu machen. Wir wollen vom Senat wissen, was die Ursache einer Kohlenmonoxid-Vergiftung von Gästen einer Shisha-Bar am 7. Januar 2018 in Bremerhaven war. Welche Voraussetzungen die Shisha-Bars gegenwärtig erfüllen müssen, um eine entsprechende bau- und gaststättenrechtliche Erlaubnis zu erhalten – und wie diese überprüft werden. Auf dieser Basis wollen wir dann überprüfen, ob die bestehenden rechtlichen Vorgaben erweitert werden müssen, um die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher von Shisha-Bars zu schützen“, so Welt.

Denkbar sei beispielsweise, künftig gesetzlich Belüftungs- und Kohlenmonoxid-Warnsysteme für Shisha-Bars vorzuschreiben, um die Besucher vor Vergiftungen zu schützen. Welt abschließend: „Wir wissen, dass Shisha-Bars momentan ‚in‘ sind – gerade deshalb ist es wichtig, einen deutlichen Blick auf die gesundheitlichen Risiken für die Besucherinnen und Besucher zu werfen. Wir gehen davon aus, dass genau das auch im Interesse der Betreiber ist!“

 

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