Stadtentwicklung

 

Reinken: Vor dem ‚Neudenken‘ empfiehlt sich Nachdenken


„‚Das Lankenauer Höft neu denken‘ lautet die plakative Forderung der FDP. Es empfiehlt sich allerdings, vor dem Neudenken zunächst einmal nachzudenken, statt blumige Tagträume in die Welt zu setzen“, betont der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Reinken. „Was die FDP vorhat ist nichts anderes, als die Wirtschaft aus dem Hafenbereich heraus zu drängen. Anders lässt sich der Antritt der Liberalen nicht verstehen. Eine vernünftige Wirtschaftspolitik sieht jedenfalls anders aus“, macht der Sozialdemokrat deutlich und ergänzt: „Die FDP fabuliert über ‚nicht adäquat genutzte Teile des Neustädte Hafens‘ – dann sollen die Liberalen aber auch konkret sagen, auf welche Geschäftsfelder, die sie für ‚nicht adäquat‘ halten, künftig verzichtet werden soll.“

Es sei zwar unumstritten richtig, dass der Wohnungsbau in Bremen forciert werden müsse, betont Reinken: „Es ist aber falsch, dafür die Entwicklungsmöglichkeiten im Neustädter Hafen einzuschränken, den Woltmershausern gleichzeitig ihre Grünflächen rund um das Lankenauer Höft zu nehmen und dann auch noch an einer Stelle Wohnungen bauen zu wollen, die sich schon wegen der Lärmbelastung aus dem Hafen nicht dafür eignet.“

Auch die im Prinzip gute Idee „Floating Homes“ in Bremen vor Anker gehen zu lassen, sei dort kaum zu realisieren. „Wir als SPD-Fraktion haben uns klar dafür ausgesprochen nach Anlegemöglichkeiten für Hausboote in Bremen zu suchen – aber nicht zulasten des Hafenumschlages. Es bleibt dabei: Infrastruktur- und Stadtplanung funktionieren einfach nicht nach dem Wünsch-dir-was-Prinzip der FDP, sondern erfordern abgewogene Entscheidungen“, sagt Reinken.

Die Zielsetzung der SPD-Fraktion bleibe für den Neustädter Hafen klar, betont auch ihr hafenpolitische Sprecher, Elias Tsartilidis: „Wir – und auch die anliegenden Unternehmen – sehen in diesem Hafenareal deutliches Entwicklungspotenzial. Auch für neue, zusätzliche Arbeitsplätze. Das werden wir nicht durch Träumereien der FDP gefährden. Und wir sehen für das Lankenauer Höft die große Chance, wieder zu einer beliebten Touristenattraktion und einem Ausflugsziel für Bremerinnen und Bremer zu werden – inklusive eines guten gastronomischen Angebots und einer guten Anbindung auch über die Weser. Genau das muss und wird die Zielsetzung der neuerlichen Suche nach einem Investor für die Fläche sein. Uns geht es darum, eine gute Lösung zu finden, die für Woltmershausen ein Erfolg wird. Ständig neue unrealistische Ideen aus dem Hut zu zaubern, gefährdet dieses Ziel und führt nur dazu, den Prozess zu verzögern.“

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