Linie 8: Bedürfnisse behinderter Menschen ernst nehmen


Die SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Antje Grotheer und Rainer Hamann drängen auf eine Lösung der Probleme um die Straßenbahn-Linie 8. Die Antwort des Senators auf die Anfrage der SPD in der Fragestunde der Bürgerschaft sei absolut unbefriedigend, so die Schwachhauser SPD-Politiker.

Es dränge sich der Eindruck auf, dass bei den Planungen für den Ersatzverkehr die Bedürfnisse behinderter Menschen nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Durch die Bauarbeiten in der Hartwigstraße hatte sich die Anbindung des Stadtteils an den öffentlichen Nahverkehr massiv verschlechtert.

Antje Grotheer: „Der Senator hatte keine Ahnung, dass zum Beispiel der Verein für Blinde seinen Sitz an der Kulenkampfallee hat. Offenbar ist von seiner Verwaltung überhaupt nicht geprüft worden, ob es Bevölkerungsgruppen gibt, die von den Bauarbeiten besonders stark betroffen sind.“

„Bei künftigen Bauprojekten sollte sichergesellt sein, dass vorab auf jeden Fall der Landesbehindertenbeauftragte einbezogen wird – und zwar verpflichtend“, fordert nun Grotheers Fraktionskollege Rainer Hamann. Gerade wenn sich Wegstrecken und Verkehrswege erheblich ändern würden, müsse jemand die Menschen, die mobilitätseingeschränkt sind, im Blick haben.

Im aktuellen Fall müsse nun dafür gesorgt werden, dass die Ersatzbuslinie 8E durchweg – also auch abends und am Wochenende – bis zum Hauptbahnhof fährt. Am kommenden Montag wird sich der Beirat in einer Sondersitzung mit dem Thema beschäftigen.

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