Gesundheit

 

Erhalten Krankenkassen Beiträge für Phantom-Versicherte?


Laut Medienberichten bekommen Krankenkassen Geld aus dem Gesundheitsfonds für Versicherte, die es nicht gibt. In Deutschland gilt die Versicherungspflicht: Wer hierzulande arbeitet, muss auch krankenversichert sein. Doch nicht wenige, zumeist ausländische, Saisonarbeiter, bleiben auch dann bei den Krankenkassen auf der Mitgliedsliste, wenn sie Deutschland längst verlassen haben. Für diese erhalten die Krankenkassen weiterhin eine monatliche Pauschale aus dem Gesundheitsfonds, obwohl keine Versicherungsbeiträge mehr eingezahlt werden.

Die unberechtigte Fortführung von Versicherungsverhältnissen – ob bewusst oder unbewusst – vollzieht sich in einer rechtlichen Grauzone. Die Krankenkassen sind verpflichtet zu überprüfen, ob sich ihre Mitglieder noch im Land befinden. Wie diese Ermittlungen gestaltet sind und in welcher Frist sie erfolgen müssen, ist vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Es steht der Vorwurf im Raum, dass einige Krankenkassen die Ermittlungsverpflichtungen offenbar nicht ernst genug nehmen und sich so einen rechtswidrigen finanziellen Vorteil verschaffen. Somit fließt aus dem Gesundheitsfonds unrechtmäßig viel Geld an Krankenkassen, die ihre Mitgliederzahlen mit dieser Methode in die Höhe treiben und somit fehlt Geld für die Behandlung zahlender Mitglieder anderer Kassen.

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