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CDU-Pläne für den Neustädter Hafen sind Illusionen, keine Politik


„Die CDU agiert nach dem Prinzip: Nur wenn du große Räder drehst, nimmt dich jemand wahr- Substanz ist egal. Illusionen und Tagträume von neuen Stadtteilen ersetzen allerdings keine seriöse Bau- oder Wirtschaftspolitik.“ Mit diesen Worten kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Dieter Reinken, den heute von der CDU vorgestellten ‚Impuls‘ für den Neustädter Hafen.

 

„Geht es nach der CDU, sollen die am Neustädter Hafen angesiedelten Betriebe und Unternehmen offenbar zwangsumgesiedelt werden, um dort stattdessen Wohnraum für 15.000 Menschen zu schaffen. Auf die Reaktionen aus der Wirtschaft auf diese Idee bin ich gespannt, sie dürften nicht besonders positiv ausfallen“, sagt Reinken und wirft der CDU vor, wirtschaftsfeindlich zu agieren: „Schon jetzt haben die Illusionen der CDU nur eins zur Folge: Sie führen zu einer Verunsicherung der Unternehmen an der Wasserkante und ihrer Kunden. Wir brauchen das genaue Gegenteil: Vertrauen und Sicherheit.“ Reinken spitzt es zu: „Was ist die nächste Idee der CDU? Sollen wir vielleicht auch noch das GVZ planieren? Man kann ja über alles nachdenken – aber die jetzt präsentierten Tagträume der CDU sind keine Grundlage für eine ernsthafte politische Diskussion.“

 

„Dieser Vorstoß der CDU ist nichts weiter als ein klarer Angriff auf die Hafenwirtschaft. Wir – und auch die anliegenden Unternehmen – sehen in diesem Hafenareal deutliches Entwicklungspotenzial. Auch für neue, zusätzliche Arbeitsplätze. Das werden wir nicht durch diesen realitätsfremden Vorstoß der CDU gefährden“, betont auch der hafenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Elias Tsartilidis.

 

Der baupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen Pohlmann, macht aus seiner Ablehnung der CDU-Pläne ebenfalls keinen Hehl: „Ja, wir brauchen mehr Wohnungsbau in Bremen, das ist unumstritten. Jetzt aber, wie die CDU vorschlägt, Wohnen gegen Gewerbe auszuspielen, ist genau der falsche Weg. Zudem sind die Phantastereien der der CDU schlicht nicht umsetzbar: Schon heute ist der Woltmershauser Tunnel eine echte Engstelle, wenn jetzt auch noch weitere 15.000 Anwohner durch dieses Nadelöhr sollen, steht dem Stadtteil ein Kollaps auf der Straße bevor. Auch die Idee der CDU, Woltmershausen und den Neustädter Hafen mal eben an das Straßenbahnnetz anzuschließen, ist nicht mehr als eine ‚Wünsch dir was‘-Vorstellung. Dazu müsste eine gut fünf Kilometer lange neue Gleisstrecke verlegt und ebenfalls durch den Tunnel geführt werden. Die kompletten Planungen der CDU gehen an der Realität vorbei“, macht Pohlmann deutlich.

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