Umwelt

 

Positive Signale aus Unternehmen für Mehrwegbecher-System


Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jens Crueger, zeigt sich erfreut darüber, dass viele Unternehmen ein Interesse daran haben, auf ein Mehrwegsystem statt auf Einwegbecher aus beschichteter Pappe mit Plastikdeckel für den Kaffee unterwegs zu setzen. Die Bürgerschaft hatte im Januar auf Initiative der SPD-Fraktion einen Antrag beschlossen, der sich für die Einführung eines solchen Systems ausspricht. Das Umweltressort wurde in dem Antrag zudem aufgefordert, nach sechs Monaten einen Bericht vorzulegen. In der heutigen Sitzung der Umweltdeputation steht dieser Bericht nun auf der Tagesordnung.

Darin werden auch die Ergebnisse eines Fragebogens vorgestellt, die der BUND im Auftrag des Ressorts an mehr als 200 Unternehmen, die Einwegbecher verwenden, verschickt hat. „Die gute Nachricht ist, dass fast zwei Drittel der Unternehmen, die den Fragebogen beantwortet haben, grundsätzliches Interesse an einem einheitlichen Mehrwegbechersystem in der Bremer Innenstadt haben”, sagt Crueger. Gleichwohl sei es bedauerlich, dass bislang erst ein Zehntel der angeschriebenen Unternehmen geantwortet habe. „Ich hoffe, dass dem noch viele Unternehmen folgen, damit wir ein umfassenderes Meinungsbild bekommen. Und ich hoffe, dass die Zustimmung zu einem solchen Mehrwegsystem auch dort ähnlich hoch ist“, so der Sozialdemokrat weiter.

Dass ein solches System dringend notwendig ist, davon ist Crueger nach wie vor überzeugt. „Allein in der Stadtgemeinde Bremen werden pro Jahr 18 Millionen Coffee-to-Go-Becher verwendet – und nach kurzer Zeit weggeworfen“, sagt er abschließend. „Das ist vermeidbarer Müll, der die Umwelt belastet und häufig die öffentlichen Abfalleimer verstopft. Werden Becher mehrmals benutzt, kann dieser Müll deutlich reduziert werden. Wir werden daher nun den endgültigen Bericht des Ressorts Ende des Jahres abwarten und uns weiterhin für ein Mehrwegbecher-System – unter Beteiligung hoffentlich vieler Unternehmen – einsetzen. Denn auf diese Weise können wir etwas Gutes für die Umwelt tun, ohne auf Lebensqualität verzichten zu müssen.“

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