Digitales

 

Potentiale von Freier Software systematisch untersuchen


Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat in seiner Sitzung vom 10. April 2018 beschlossen, innerhalb ihres „Masterplan Digitale Stadtverwaltung“ die Potentiale von Freier Software und Offenen Standards im Bereich der städtischen Informations- und Telekommunikationstechnik zu untersuchen. Die Verwaltung wird den politischen Gremien Ende 2019 einen Ergebnisbericht dieser Untersuchung vorlegen. Dortmund ist damit die erste Großstadt in Nordrhein-Westfalen, die systematisch die Potentiale Freier Software und Offener Standards für ihre Verwaltung untersucht und evaluiert. Laut der Stadt Dortmund könne dies die zunehmende Digitalisierung in der Stadtverwaltung in organisatorischen sowie gesellschaftlichen Aspekten unterstützen. Angestrebt wird unter anderem, mehr Flexibilität in Bezug auf Softwareeinsatz und eine Reduzierung der Herstellerabhängigkeit. Dazu gehört ebenfalls der Aspekt der Transparenz als Voraus­setzung für eine datenschutzfreundliche Technik sowie die Optimierung des Ressourcenverbrauchs durch „Green IT“. So stellte das Umweltbundesamt bereits 2014 fest, dass Freie Software aufgrund geringerer Hardware­anforderungen und längerer Lebenszyklen Ressourcen schonen könnte und somit nachhaltiger ist. Auch könnte eine flexiblere Anbieterwahl die Verhandlungsposition gegenüber Anbietern proprietärer Software stärken.

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