Bildung

 

Lehrkräfte für Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik


Seit Inkrafttreten des Schulgesetzes im Jahre 2009 wird an den Schulen im Land Bremen inklusiv beschult. Hintergrund für diese Entscheidung war der in der UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 formulierte Anspruch eines gemeinsamen Unterrichts aller Kinder an einer Regelschule. Inklusiver Unterricht stellt neue Anforderungen an die Lehrkräfte, die in den Schulen mit wesentlich heterogeneren Lerngruppen konfrontiert werden. Dies drückt sich in unterschiedlichen Leistungsniveaus, Erstsprachen, kulturellen und religiösen Lebenshintergründen sowie unterschiedlichen körperlichen, sprachlichen, emotionalen, sozialen und geistigen Fähigkeiten aus.

Die Umstellung auf Inklusion hat an den Schulen zu gewaltigen Veränderungen geführt, auch für die Lehrkräfte und das pädagogische Personal. Professionelle mit unterschiedlichen Qualifikationen arbeiten nun wesentlich enger zusammen. Eine zentrale Rolle nehmen hierbei die Lehrkräfte für Inklusive Pädagogik/Sonderpädagogik ein, da sie speziell in der Strukturierung von sehr heterogenen Lerngruppen geschult sind und ihr spezielles sonderpädagogisches Wissen ins Kollegium und die konkrete Arbeit einbringen können. Grundsätzlich ist es daher wichtig für die einzelnen Schulen sicherzustellen, dass genügend sonderpädagogische Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Diese wiederum benötigen entsprechende Arbeitsbedingungen, welche qualifiziertes Arbeiten in inklusiven Lerngruppen ermöglichen.