SPD erwartet konsequenteres Einschreiten des Veterinäramtes / Runder Tisch soll Tierschutz in Bremen verbessern


Anlässlich der Vorfälle auf einer Parzelle in Bremen-Walle, auf der fast 90 völlig vernachlässigte Tiere gefunden wurden, erklärt die für Tierschutz zuständige Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Insa-Peters-Rehwinkel: „Bei allem Verständnis für die Arbeitsbelastung unter der die Tierärzte des Landesveterinäramtes stehen: Ich erwarte, dass Tiere, die unter solchen schlimmen Bedingungen gehalten werden, sofort dem Eigentümer weggenommen und artgerecht untergebracht werden.“ Medienberichten zufolge war das Veterinäramt bereits im September des vergangenen Jahres durch eine Aktion der Tierschutzorganisation PETA auf die Zustände in der Parzelle und die vernachlässigten Tieren aufmerksam gemacht worden. Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde hat in der Folge nach eigenen Angaben einmal im Monat die Parzelle überprüft. „Laut Tierschutzgesetz kann die Behörde dem Halter die Tiere bereits bei Feststellung einer erheblichen Vernachlässigung bzw. schwerwiegender Verhaltensstörungen fortnehmen. Die Tiere können dann auch so lange auf dessen Kosten anderweitig untergebracht werden. Anders als die Behörde bin ich der Meinung, dass die Tiere nicht erst in einer lebensbedrohlichen Situation sein müssen, bevor das Amt einschreitet.“ Peters-Rehwinkel kündigt in diesem Zusammenhang eine parlamentarische Initiative ihrer Fraktion an: „Wir werden noch heute einen Antrag vorbereiten und mit unserem Koalitionspartner abstimmen. Ich schlage einen Runden Tisch vor, um gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde und Vertretern von Tierschutzorganisationen darüber zu beraten, wie wir im Interesse der Tiere den Tierschutz in Bremen verbessern können.“
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