Gleichstellung

 

SPD-Fraktion will Verbot von Konversionstherapien


Am 25. August 2018 ist in Bremen Christopher Street Day, der Tag, an dem Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender auf die Straße gehen und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstrieren. „Als SPD-Fraktion wenden wir uns gegen jede Form der Ausgrenzung und Diskriminierung und setzen uns seit Langem für gleiche Rechte unabhängig von der sexuellen Orientierung ein“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende, Björn Tschöpe. „Aus voller Überzeugung werden wir daher als Fraktion am CSD teilnehmen. Aus voller Überzeugung haben wir uns dafür ausgesprochen, dass Homosexuelle heiraten können. Und aus voller Überzeugung haben wir dafür gestimmt, dass vor der Bürgerschaft als Zeichen der Solidarität des Parlamentes die Regenbogenflagge weht.“

Tschöpe weist aus Anlass des CSD aber auch darauf hin, dass Homosexuelle auch heute noch nicht überall akzeptiert werden – im Gegenteil. „Die Zeiten, als Homosexualität strafbar war oder im Diagnosekatalog der Weltgesundheitsorganisation stand, sind zum Glück lange vorbei“, sagt der Sozialdemokrat. „Und doch lebt die absurde Idee, bestimmte sexuelle Identitäten oder geschlechtliche Orientierungen seien krankhaft, bis heute in Teilen der Gesellschaft fort.” So böten selbsternannte „Homoheiler“ fragwürdige sogenannte Konversionstherapien an. Besonders im Umfeld streng religiöser Gruppierungen werde auch heute bei homo-, und teilweise auch bei trans- oder intersexuellen Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Versuch unternommen, sie durch eine „Umpolungstherapie“ zu „heilen“.

Solche Therapien, die Homosexualität als Krankheit behandeln und „heilen“ wollen, sollen in Deutschland verboten werden. Die SPD-Fraktion hat einen Antrag auf den Weg gebracht, der den Senat auffordert, eine Bundesratsinitiative zu starten, die ein  Verbot der Konversionstherapien zum Ziel hat.

„Der Weltärztebund hat solche Therapien bereits im Jahr 2013 deutlich als Menschenrechtsverletzung verurteilt, und einige europäische Länder sowie etliche amerikanische Bundesstaaten haben Konversionstherapien inzwischen verboten”, erklärt Tschöpe und betont abschließend: „Deutschland sollte dem folgen und diese sogenannten Therapien ebenfalls verbieten. Dafür machen wir uns stark, denn für uns steht fest: Homosexualität ist keine Krankheit, die einer Behandlung bedarf. Sie ist ein Teil der menschlichen Natur!“

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