Verkehr

 

Freie Bahn für mehrere SPD-Verkehrsinitiativen


„Unser Ziel ist es, Bus und Bahn in Bremen attraktiver zu gestalten. Der klimafreundliche ÖPNV soll für mehr Menschen eine echte und möglichst preisgünstige Alternative zum Autofahren sein. Damit lassen sich die Benutzungszahlen nachhaltiger steigern als durch eine Politik, die andere Verkehrsmittel wie das Auto immer unattraktiver macht“, betont die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Heike Sprehe.

Unter anderem zwei konkrete Initiativen hatte die SPD dazu kürzlich auf den Weg gebracht. „Einerseits wollen wir insbesondere Seniorinnen und Senioren aber auch jüngeren Leuten ein Angebot machen: Menschen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, mit dem Gedanken tragen, den eigenen Führerschein abzugeben, soll die Entscheidung mit einem kostenlosen ÖPNV-Ticket für ein halbes Jahr leichter gemacht werden”, erklärt Sprehe. In der heutigen Deputationssitzung hat das Verkehrsressort nun ein entsprechendes Konzept präsentiert. „Schon ab Mitte des kommenden Jahres kann das Projekt, das sich in Bremerhaven bereits bewährt hat, auch in Bremen an den Start gehen”, berichtet die Sozialdemokratin. „Mit diesem Angebot bieten wir denjenigen, die sich bewusst dazu entscheiden, künftig auf das Selberfahren zu verzichten, die Sicherheit, weiterhin mobil zu bleiben. Sie können sich dann für ein halbes Jahr kostenlos davon überzeugen, wie attraktiv Bus und Bahn in Bremen sind, und die Zahlen aus dem Projekt ‚Umsteigen‘ in Bremerhaven belegen: Anschließend werden aus zahlreichen dieser Menschen Stammkunden des ÖPNV.“

Mit ihrer zweiten Initiative hatte die SPD-Fraktion für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine bessere ÖPNV-Anbindung von Gewerbegebieten sowie eine Ausweitung des preisgünstigeren Jobtickets gefordert. „Auch in diesem Bereich zeigen die Berichte, die das Ressorts heute in der Verkehrsdeputation vorgelegt hat: Die Richtung stimmt!“, sagt Heike Sprehe.

So sollen bereits zum Fahrplanwechsel Ende des März die Linien 29 und 42 im Gewerbepark Hansalinie verlängert werden und auch häufiger fahren. Weitere Maßnahmen, auch für andere Gewerbegebiete, werden derzeit geprüft. So sollen beispielsweise die Haltepunkte der Regio-S-Bahn besser an das ÖPNV-Netz angeschlossen werden. „Wenn wir erreichen wollen, dass die Beschäftigten nicht mehr mit dem eigenen Auto zur Arbeit fahren, müssen wir dafür sorgen, dass sie auch Bus und Bahn sozusagen von ‚Tür zu Tür‘ fahren. Dass die Anbindung im Gewerbepark Hansalinie nun verbessert wird, ist positiv. Diesem ersten Schritt müssen nach Abschluss der Prüfung rasch weitere folgen”, sagt Sprehe, die auch noch einen weiteren Aspekt des Berichtes hervorhebt: „Der VBN prüft derzeit unterschiedliche Varianten, damit mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Vorteile des vergünstigten Jobtickets nutzen können. Dabei ist explizit als Ziel formuliert, bisherige Hemmnisse abzubauen, um noch mehr Kunden das preisgünstigere Jobticket anbieten zu können. Auch das geht in die richtige Richtung – am Ende sollten möglichst alle Beschäftigten, die sich für den ÖPNV anstelle des Autos entscheiden, um zur Arbeit zu kommen, das vergünstigte Job-Ticket erhalten können“, so Sprehe abschließend.

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